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    „Ich glaube nicht an den Widerspruch von Wirtschaft und Umweltschutz. Mein Job zeigt, wie gut sich beides miteinander verbinden lässt.“
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    „Wir können nicht mehr weitermachen wie früher. Zukunftsfähige Planung bedeutet, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam nach nachhaltigen Ideen suchen.“
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    „Technik, Digitalisierung und Kommerz sind nicht die Feinde der Umwelt. Ich jedenfalls will in meinem Beruf nicht gegen, sondern für das Klima arbeiten.“
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    „Wir können die Umwelt nur schützen, wenn wir wissen, wie sie funktioniert. Mein Job ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für grüne Lösungen zu schaffen.“

Rückblick zur Jahreskonferenz 2019 des Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Text: Krischan Ostenrath

Um die Fachkräfte von morgen für eine Beschäftigung in der grünen Arbeitswelt zu begeistern, braucht es gemeinsame Anstrengungen all derjenigen, die sich mit der Berufsorientierung rund um Klima- und Umweltschutz befassen. So kamen am 27. November 2019 erneut Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammen und nahmen sich Zeit für einen Erfahrungsaustausch rund um die Frage, wie eine Berufsorientierung für den Klima- und Umweltschutz künftig noch besser gestaltet werden kann. Der Einladung folgten viele Netzwerkmitglieder, aber auch Akteurinnen und Akteure, die sich Anregungen für ihre Berufsorientierungsarbeit holen wollten – und vielleicht ja zukünftig Teil des Netzwerk Grüne Arbeitswelt werden, das mittlerweile 40 Mitglieder umfasst. 

Nach der Begrüßung durch Dr. Kathrina Reuter (Netzwerk-Verantwortliche für Unternehmen und Verbände) lud Krischan Ostenrath (Leiter des Netzwerks) die Teilnehmenden dazu ein, die Aktivitäten des Netzwerks aktiv mitzugestalten. Die steigende Zahl der Netzwerkmitglieder, die gute Resonanz in der digitalen und realen Welt und die bisherigen Aktivitäten stimmen sehr optimistisch für die weitere Entwicklung. Aber wie diese Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann, welche Wünsche aus dem Kreis der Konferenzteilnehmer/innen umsetzbar sind und welche neuen Ideen künftig in den Vordergrund rücken sollen – darüber sollten die Teilnehmenden eingangs mittels Smartphones abstimmen. Die Ideen reichen vom Ausbau des Angebotskompasses zu einer Landkarte von Lernorten und Praktikumsmöglichkeiten über den Aufbau eines dauerhaften Sekretariats bis hin zur Etablierung von anerkennungsfähigen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Mitglieder des Netzwerks stellen sich vor: Pitches und Speed-Netzworking

Auf der diesjährigen Jahreskonferenz sollte es aber nicht nur um die Entwicklung des Projekts an sich gehen, sondern auch die Akteurinnen und Akteure aus dem Netzwerk bekamen Gelegenheit, ihre Aktivitäten vorzustellen. Den Anfang machte Anja Hübner vom Zentralverband Gartenbau mit der Vorstellung seiner realen und digitalen Berufsorientierungsansätze. Katharina Gerull von der Ökofrost GmbH schilderte die Fachkräftefrage aus Sicht eines mittelständischen Unternehmens, anschließend stellte Sybille Kubitzki von Partner Schule Wirtschaft die Aktivitäten in den Bereichen Qualitätssiegel und Lehrkräftefortbildung vor. Der innovative Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen wurde von Sarah Heinz vertreten, die in das umfängliche Modell der dortigen Berufsorientierung einführte. Den Abschluss machte Nadine Huntemann vom Verkehrsclub Deutschland mit der Vorstellung eines „Grünen Jobprofils“. Anschließend konnten alle Konferenzteilnehmer/innen ihre Fragen und Eindrücke beim Speed-Networking austauschen. Hier drehte sich alles um die Fragen nach der Begeisterung von Jugendlichen für grüne Jobs und nach einem gemeinsamen Verständnis der Berufsorientierung für eine grüne Arbeitswelt.

 

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Vertiefende Diskussionen zur grünen Arbeitswelt: Auf in die Barcamps!

Auf der Grundlage konkreter Themenvorschläge verabredeten sich die Teilnehmenden zur vertiefenden Diskussion in vier Barcamps. Unter der Gesprächsführung von Janina Pankratz (Transnationales Netzwerk Odermündung e.V. / Deutsche Umwelthilfe) diskutierten die Netzwerkmitglieder Fragen um das Qualifizierungsangebot von Nature Guides in einer relativ strukturschwachen Region. Malte Schmidthals (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung GmbH) leitete die Diskussion zur Frage, ob und unter welchen Umständen Nachhaltigkeit ein Motivationsfaktor für Jugendliche in der Berufswahl sein kann. Jennifer Wiegard (Collaborating centre on sustainable consumption and production ) ging vor dem Hintergrund eines konkreten ESF-Projekts mit den Teilnehmenden an die Gretchenfrage heran, wie junge Menschen für nachhaltige Berufe begeistert werden können. Im vierten Barcamp wurden unter der Gesprächsführung von Diana Woelki (Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH) die Möglichkeiten eines ausdrücklich regional ausgerichteten Netzwerks grüner Unternehmen für die Fragen nach Talent Attraction und Talent Sharing diskutiert.

Buhlen um den Nachwuchs: Stimmen aus der Praxis

Die Ergebnisse der Barcamps wurden dem gesamten Plenum kurz vorgestellt, was unmittelbar in eine von Dr. Katharina Reuter moderierte Podiumsdiskussion mündete. Unter der Leitfrage nach einer erfolgreichen Berufsorientierung für den Klima- und Umweltschutz in Schule und Unternehmen diskutierten vier Praktiker/innen mit den Teilnehmenden die Konferenzergebnisse und Detailansichten aus der Berufsorientierungspraxis. Sandra Thomalla vom Werner von Siemens Gymnasium Berlin wies auf die mit der Friday-for-future-Bewegung gewachsene Offenheit der Jugendlichen gegenüber Umweltthemen hin, was allerdings im selben Maße eine Lücke bei auskunftsfähigen Akteur/innen der Berufsorientierung entstehen lässt. Ein möglicher Benefit des Netzwerks sei es dementsprechend, Expertise in Arbeitsmarktfragen sichtbar und zugänglich zu machen. Till Rosemann vom Berliner Bildungsträger Life e.V. verstärkte diesen Eindruck und brachte eine Gleichzeitigkeit erprobter Instrumente (z.B. das Betriebspraktikum) und innovativer Ansätze (z.B. virtuelle Unternehmensbesuche) ins Gespräch.

 

Die Sicht des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vertrat Christian Melzig, der mit Blick auf die zahlreichen Programme im BIBB vor einer Verengung auf Berufe aus Landwirtschaft und Gartenbau warnte. Vielmehr müsse sich eine Berufsorientierung für den Umwelt- und Klimaschutz auf weitaus mehr Berufsbilder beziehen. Die Unternehmenssicht schließlich brachte Christin Disterheft vom Almodovar Hotel Berlin ein und berichtete von den Rekrutierungsvorteilen, die sich aus einer klaren ökologischen Ausrichtung des Ausbildungs- und Beschäftigungsgebers ergäben. Anknüpfend an die Diskussionen auf und mit dem Podium waren die Konferenzteilnehmer/innen erneut dazu aufgerufen, dem Netzwerk Grüne Arbeitswelt Impulse für die weitere Arbeit mitzugeben. Hierbei überwog die positive Resonanz zu den Austausch- und Beteiligungsmöglichkeiten, die nicht nur bei der diesjährigen Jahreskonferenz, sondern grundsätzlich als ein wesentlicher Kern des Netzwerks wahrgenommen werden. Umso eindringlicher wurde der Wunsch nach weiteren Austauschformaten, der Erweiterung des Netzwerks in die unternehmerische Landschaft und nicht zuletzt nach Verstetigung der Aktivitäten formuliert.

Abschließend fasste Netzwerkkoordinator Krischan Ostenrath die zentralen Ergebnisse der zweiten Jahreskonferenz zusammen. Insbesondere die Bereitschaft zum wechselseitigen Austausch sei ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft, da sich hierin im Kern auch die Bereitschaft für das eigene Engagement im Netzwerk Grüne Arbeitswelt andeute. Allerdings verwies Ostenrath auch auf den langen Weg, den eine vernetzte Berufsorientierung für den Klima- und Umweltschutz noch vor sich habe. So erfolgreich der Aufbau des Netzwerks in seiner allerersten Phase auch zu bewerten sei, müssten sich alle Beteiligten angesichts des immer sichtbarer werdenden Themas Umwelt- und Klimaschutz auf äußerst lange Wirkungszeiträume einstellen.

 

 

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