Vom Planspiel zur Energiewende

Jugendliche packen im Projekt „plenergy – Vom Planspiel zur Energiewende“ die Energiewende in ihrer Stadt oder Gemeinde an. In drei Tagen bauen etwa 70 bis 90 Schülerinnen und Schüler Wissen auf und setzen sich mit der Brisanz von Energiewende und Klimaschutz auseinander. Sie gewinnen neue Perspektiven, selbst Beiträge zu leisten. Beim Nachspielen kommunaler Entscheidungsprozesse in Schule und Rathaus lernen sie Aktive aus ihrer Kommune kennen, sie erhalten Einblicke in deren Berufsfelder und lassen sich für junges Engagement vor Ort gewinnen. Das Projekt bringt Generationen zusammen. Es fördert den Austausch und vernetzt Jugendliche mit Aktiven der Lokalpolitik und örtlichen Initiativen für Klimaschutz und Energiewende. Das ist die Basis für zukunftsweisende Projekte und beständiges Engagement vor Ort – ehrenamtlich oder im späteren Beruf. Das Projekt der Klimaschutzagentur Region Hannover ist von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums als „innovatives Klimaschutzprojekt mit bundesweiter Ausstrahlung“ bis Ende 2021 gefördert. Am Projekt beteiligt sind Schülerinnen und Schülern ab den neunten Jahrgängen unterschiedlicher Schulformen sowie Lehrkräfte, Kommunen mit ihrer Verwaltung und Politik, örtlich aktive Initiativen, Klimaschutz- und Energieagenturen, Expertinnen und Experten mit Know-how für die Gestaltung von Energiewende und Klimaschutz, Moderationsteams sowie Medienpädagoginnen und -pädagogen.

 

Kräftig mitmischen sollten Jugendliche, wenn es um die Gestaltung ihrer Zukunft in ihren Städten und Gemeinden geht. Dafür haben wir plenergy entwickelt. Das Projekt fördert über das Schlüsselthema „Energie und Klimaschutz“ junges Engagement vor Ort, neue Netzwerke und politische Teilhabe.

 

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© Klimaschutzagentur Region Hannover/Florian Arp
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© Klimaschutzagentur Region Hannover/Florian Arp

Berufsorientierung

Das Projekt eröffnet neue Perspektiven auf eigene Handlungsspielräume auch für die berufliche Orientierung. Schülerinnen und Schüler erhalten einen Einblick in die Arbeit von Verwaltungen sowie von Politikerinnen und Politikern, indem sie den Beratungs- und Entscheidungsprozess der lokalen Politik nachspielen. Sie erfahren, wie Klimaschutz vor Ort erfolgreich sein kann und wie ihre Projektimpulse vor Ort erkennbare Erfolge für die Energiewende entfalten. Als Schulprojekt läuft plenergy über drei Tage mit Unterstützung der Kommune. Die Arbeit startet in Fachausschüssen. Begleitet von Expertinnen und Experten bauen die Jugendlichen Fachwissen auf. Sie entwickeln Ideen für ihre Kommune. Am zweiten Tag tagt der Energiewende-Rat. Die Fachausschüsse bringen ihre Ideen als Beschlussvorlagen mit, stellen sie vor, diskutieren und stimmen gemeinsam ab unter Leitung der echten Bürgermeisterin oder des echten Bürgermeisters. Am dritten Tag gehen die Jugendlichen auf Praxiskurs. In der Projektwerkstatt entwickeln sie eigene Projektansätze und treffen Aktive, die sie beratend unterstützen. Danach geht es weiter für gute Ideen, motivierte Menschen und neue Netzwerke – in der Stadt oder Gemeinde und in der Schule.