Berufe der Energiewende

Netzwerk und Praxisbeispiele Beruflicher Orientierung in Hessen

Durch das zunehmende „Greening-of-Jobs“ nimmt der Bedarf an Fachkräften in den entsprechenden Berufen zu. Der Begriff Greening bezeichnet die tiefgreifende Transformation des Arbeitsmarktes, bei der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit in bestehende Berufsbilder integriert werden. Dieser Wandel erfordert, dass fast alle Fachkräfte „Green Skills“ benötigen, um zukunftsfähig zu sein. Dies betrifft auch die Strukturen und Fachkräfte in der Beruflichen Orientierung. Auf welche Weise regionale Netzwerke wie die hessenweite Strategie OloV dazu beitragen können, Fachkräfte und Jugendliche mit der Thematik Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu erreichen, haben Dr. Melanie Sittig (involas) und Hannah Nohr (ANU Hessen e.V.) in einem Fachartikel untersucht. Ihr Beitrag ist im Rahmen des Sammelbandes „Arbeitslehre und Resilienz: Arbeitsorientierte Bildung in Zeiten multipler Krisen“ erschienen.

www.olov-hessen.de

BNE-Kompetenzen sichtbar machen

Badges in den Lernpfaden von Umwelt im Unterricht

Junge Menschen benötigen Gestaltungskompetenz. Diese beschreibt die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden und die Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen. Sie umfasst Fähigkeiten wie vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln sowie Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. Lernende sollen so Fähigkeiten erwerben, die es ihnen ermöglichen, eigenverantwortlich die Zukunft mitzugestalten. Der Artikel zeigt, wie mit digitalen Zertifikaten (Badges) diese Kompetenzen im Unterricht sichtbar gemacht werden können.

www.umwelt-im-unterricht.de

Sozialpolitik im Klimawandel

Artikel im sozialpolitikblog des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung

Der Klimawandel wird oft als Umweltproblem beschrieben, manchmal als Innovationsaufgabe, immer häufiger auch als Verteilungsfrage. Im Kern geht es jedoch um einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Strukturwandel. Die Sozialpolitik muss Statussorgen ernst nehmen, ohne Statusängste zur Leitwährung von Politik zu machen, argumentiert Katharina Zimmermann, Juniorprofessorin für Soziologie des wirtschaftlichen Handelns an der Universität Hamburg.

www.difis.org

Quereinstieg Schiene

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW

Ab sofort wird die branchenweite Ausbildung im Nahverkehr auf der Schiene in Nordrhein-Westfalen bei einer zentralen Organisation gebündelt: Die VDV Academy & Training GmbH koordiniert unternehmensübergreifend die Qualifizierung neuer Fachkräfte im Regionalverkehr. Damit stellt das Land Nordrhein-Westfalen die Weichen für die Fachkräftesicherung der Zukunft. Bis zu zwölf Qualifizierungskurse mit rund 150 Teilnehmenden sollen 2026 starten. Ziel ist es auch, mehr Quereinsteiger*innen und mehr Frauen für den Beruf zu gewinnen.

www.umweltwirtschaft.nrw.de

Welche Qualifikationen braucht das SHK-Handwerk?

Neue Erkenntnisse aus dem Projekt ZukunftSHandwerK

Welche Qualifikationen braucht das SHK-Handwerk künftig – und wie können Betriebe ihre Personalentwicklung darauf ausrichten? Das InnoVET PLUS-Projekt ZukunftSHandwerK liefert dazu zentrale Erkenntnisse und Ansatzpunkte. Ein aktueller Fachbeitrag knüpft an die bereits vorliegende Bedarfsanalyse im SHK-Handwerk an und fasst zentrale Ergebnisse zusammen. Der Beitrag des FBH Köln von André Schreckenberg beleuchtet veränderte Tätigkeitsprofile sowie zukünftige Qualifizierungsbedarfe im Berufsfeld Anlagenmechaniker*in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Dabei werden insbesondere technologische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Ausbildung und Weiterbildung herausgearbeitet. Die Publikation ist in der Zeitschrift des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) erschienen.

www.kiosk.bvlb.de

Kein Match: Warum die Gen Z Jobs absagt, wenn die Werte nicht stimmen

Ergebnisse einer britischen Studie

Ein gutes Gehalt allein reicht heute längst nicht mehr aus, um junge Talente langfristig zu binden. Immer häufiger erteilt die Gen Z potenziellen Arbeitgebern eine Absage, wenn deren Unternehmenswerte nicht mit den eigenen Idealen übereinstimmen. Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität und eine echte Work-Life-Balance stehen ganz oben auf der Prioritätenliste und werden im Bewerbungsprozess kritisch hinterfragt. Firmen, die hier nur „Greenwashing“ betreiben, verlieren schnell den Anschluss an die Fachkräfte von morgen, die eine authentische Unternehmenskultur fordern. Eine Studie von Co-operatives UK unter 1.000 britischen Arbeitnehmer*innen zwischen 18 und 27 Jahren zeigt, dass Werte für junge Beschäftigte die Grundbedingung für die Zusammenarbeit sind.

www.arbeits-abc.de

Future Skills für KMU

Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen

Die Arbeitswelt verändert sich mit großer Geschwindigkeit. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und demografischer Wandel führen dazu, dass sich Berufsbilder und Tätigkeiten in allen Branchen wandeln. Dadurch gewinnen Future Skills (Zukunftskompetenzen) zunehmend an Bedeutung. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird es entscheidend, frühzeitig zu erkennen, welche Kompetenzen künftig gefragt sind und wie sie diese gezielt aufbauen. Welche Future Skills es gibt und wie KMU ihren Kompetenzbedarf ermitteln können, ist auf der Website des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) gut verständlich erklärt.

www.kofa.de

Nachhaltigkeit als Chance für Personalgewinnung und Arbeitgeberattraktivität

Bericht zu einem Workshop des Paritätischen

Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Leitbild – sie wird zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Wie soziale Organisationen Nachhaltigkeit gezielt nutzen können, um Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden, zeigte der erste Workshop im Projekt WIRksam des Paritätischen. Die Ergebnisse werden in diesem Artikel zusammengefasst.

www.der-paritaetische.de

Zukunftsangst bei der Gen Z – und wie Unternehmen sie in Gestaltungsmacht verwandeln

Artikel von BAUM e.V.

Die Gen Z hat Angst – und das zu Recht, schreibt Karina Frochtmann, Projektmanagerin der SDG-Scouts® und bei BAUM Expertin für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Gründe sind bekannt: Hitzerekorde, Artensterben, prekäre Arbeitsverhältnisse und politische Instabilität. Doch anstatt diese Ängste als „Dramatisierung“ abzutun, sollten Unternehmen sie ernst nehmen. Denn wer die Sorgen junger Mitarbeitender ignoriert, verliert nicht nur Talente, sondern auch Innovationskraft. Der Artikel zeigt Handlungsoptionen für Unternehmen auf, um diesen Zukunftsängsten entgegenzuwirken und positive Zukunftsvisionen zu realisieren.

www.baumev.de

Zukunftsberufe? Bei der Berufswahl sind differenzierte Informationen wichtiger als starre Listen

IAB-Forum

Fast alle derzeit existierenden Berufe haben Zukunft, wenn sie sich verändern, wenn ihre Tätigkeitsprofile an neue technologische und andere Gegebenheiten angepasst werden. Zukünftig gebraucht werden auf jeden Fall Berufe, die zur Grundversorgung der Bevölkerung erforderlich sind oder deren Fehlen die öffentliche Sicherheit gefährden würde. Differenzierte Informationen sind deshalb die beste Grundlage für die Berufswahl. Zu den systemrelevanten Berufen gehören zum Beispiel Berufe, die die Ernährung und Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen, die Versorgung mit Energie (auch erneuerbare Energien), mit (Trink-)Wasser und die Beseitigung von Abwasser gewährleisten, sowie Berufe im Bauwesen und technische Produktionsberufe.

www.iab-forum.de