BNE in der Ausbildung
Wie der Landkreis Lüneburg Nachhaltigkeit als Standortfaktor nutzt
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) kann nicht nur das Bewusstsein für globale Herausforderungen schärfen, sondern auch die Attraktivität von Ausbildungen steigern. Wie das gelingt, zeigt der Landkreis Lüneburg: Seit 2024 verankert die Kommunalverwaltung BNE systematisch in der Ausbildung der Kommunalverwaltung – mit praxisnahen Projekten, Workshops zu den 17 Nachhaltigkeitszielen und verpflichtenden Formaten für alle Auszubildenden. Verantwortlich für die Umsetzung ist die BNE-Beauftragte des Landkreises, Jeanette Braun. Im Interview berichtet sie über das Vorhaben und zeigt auf, welchen Beitrag BNE in der Ausbildung zur Fachkräftesicherung vor Ort leisten kann und warum BNE hier einen wesentlichen Standortfaktor darstellen kann.
Mehr Nachhaltigkeit, neue Strukturen: Ausbildungsberufe der Bauwirtschaft neu aufgestellt
Modernisierung reagiert auf Klima-, Umwelt- und Technologiewandel
Die Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft wurden in einem der größten Neuordnungsprojekte der vergangenen Jahre umfassend modernisiert. Zum 1. August 2026 treten 19 neue Ausbildungsordnungen in Kraft – 16 dreijährige und drei zweijährige Ausbildungsberufe. Damit wird aktuellen Anforderungen an Umwelt- und Verbraucherschutz, Klimaschutz sowie an den technischen Fortschritt Rechnung getragen. Erarbeitet wurden die neuen Regelungen im Auftrag der Bundesregierung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gemeinsam mit Ministerien, Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis.
Widersprüche der Transformation aus der Perspektive der Beschäftigten
Working Paper Forschungsförderung
Für fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland ist die Transformation Arbeitsalltag. 48 Prozent geben an, von einer starken Veränderungsdynamik direkt betroffen zu sein. Sie erleben, wie sich Geschäftsmodelle wandeln und erwarten, dass sich ihre eigenen Tätigkeiten ebenfalls grundlegend verändern werden. Doch während oft das Bild einer wandelunwilligen Belegschaft gezeichnet wird, die aus „German Angst“ den Fortschritt blockiert, räumt die Studie mit diesem Vorurteil auf. Die Analyse zeigt: Die eigentliche Bremse für eine gelingende Transformation sitzt oft eine Etage höher – im Management.
Bewerbung bei nachhaltigen und sozialen Organisationen
Tipps von Personaler*innen
Im Zeitalter der „New Work“ Gesellschaft brechen immer mehr Unternehmen aus ihren starren Strukturen, um eine möglichst menschenzentrierte Arbeitsatmosphäre zu gestalten. Viele Arbeitnehmer*innen suchen einen Job mit Sinn und bevorzugen daher nachhaltige oder soziale Unternehmen oder Organisationen. Doch wie bewirbt man sich erfolgreich auf diese Jobs? Dazu hat Goodjobs Personaler*innen aus nachhaltigen und sozialen Organisationen und Unternehmen befragt. In Interviews geben sie zum Beispiel Tipps für ein authentisches Motivationsschreiben oder wie man im Vorstellungsgespräch überzeugen kann.
Junge Menschen denken unternehmerisch
Befragung der Bertelsmann-Stiftung
Junge Menschen in Deutschland blicken zuversichtlich in ihre berufliche Zukunft und bringen genau die Haltungen mit, die in einer sich wandelnden Arbeitswelt gebraucht werden: Sie denken unternehmerisch, wollen Verantwortung übernehmen und eigene Ideen umsetzen. Das zeigt eine Befragung der Bertelsmann Stiftung zum Tag der Bildung. Zudem gibt mehr als ein Drittel der Befragten an, sich für die Lösung sozialer oder ökologischer Probleme einsetzen zu wollen. Bildungseinrichtungen, Ausbildungsbetriebe und Hochschulen sind jetzt gefragt, ihnen die nötigen Gestaltungsräume zu geben.
Nachhaltige Bildung kann Fachkräfte sichern
Vortrag der Fachstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen
Über 50 Prozent der Berufseinsteiger*innen achten bei der Jobwahl auf das Nachhaltigkeitsengagement eines Unternehmens. Wer hier aktiv wird, punktet im Wettbewerb um Talente. Dabei bedeutet Nachhaltigkeit mehr als Klimaschutz – sie umfasst auch familienfreundliche Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und betriebliche Gesundheitsförderung. All das stärkt die Bindung der Mitarbeitenden und macht Unternehmen zukunftsfähig. Auf der Regionalkonferenz Südbayern der Regionalen Entwicklungsagentur Bayern stellte die Fachstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen (FABINEK) aktuelle Lösungsansätze vor. Im Fokus: Wie Nachhaltigkeit nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch Unternehmen hilft, dringend gesuchte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung
Interview mit dem Projekt BBNE-Hubs
Der menschengemachte Klimawandel und nachhaltige Entwicklung gewinnen auch in der beruflichen Bildung zunehmend an Bedeutung. Das Projekt BBNE-Hubs setzt genau hier an: Es bündelt Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und qualifiziert gezielt Trainerinnen und Trainer, um nachhaltige Inhalte praxisnah zu vermitteln. Im Interview mit Leando sprechen die Projektverantwortlichen über Ziele, Ansätze und Perspektiven von BBNE-Hubs. Das Projekt BBNE-Hubs wird im Rahmen des Programms "Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden (NIB)" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
Fachkräfte sichern durch Zukunftsstrategien
Warum? Nachhaltige Zukunftsstrategien als Vehikel der Fachkräftesicherung
Etablierte Unternehmen und ihre Beschäftigten sind derzeit mit grundlegenden Herausforderungen konfrontiert, zu denen neben wachsenden Unsicherheiten in den globalen Lieferketten, steigenden Energie- und Materialkosten sowie Fachkräftemangel auch langfristige Entwicklungen wie die fortschreitende Digitalisierung und der sich verschärfende Klimawandel zählen. In vielen Bereichen ersetzen Produktsegmente mit neuen Anforderungen etablierte Produkte, wodurch sich die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit vieler Unternehmen dauerhaft verändern. Der Fachartikel von Alexander Ziegler ist erschienenen in der Publikation „Drei Denkwerkstätten: Neue Perspektiven für die Arbeit der Zukunft“, herausgegeben von der Hans-Böckler-Stiftung (S. 49-55).
Zwischen Wandel und Wegen
Berufliche Weiterbildung in der sozial-ökologischen Transformation
Dass eine sozial-ökologische Transformation notwendig ist, ist mittlerweile sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch im Bewusstsein vieler Menschen angekommen. Der gezielte Wandel hin zu einer Null-Emissions-Gesellschaft ist unausweichlich, wenn wir unsere Lebensgrundlagen nicht verlieren wollen. Mit Blick auf eine resiliente Ausgestaltung des Arbeitsmarktes rücken dabei Qualifizierungsfragen an vorderste Stelle: Wie erhalten und sichern Beschäftigte ihre Beschäftigungsfähigkeit? Welche Kompetenzen und Qualifikationen sind dafür erforderlich? Der Fachartikel von Magdalena Polloczek ist erschienenen in der Publikation „Drei Denkwerkstätten: Neue Perspektiven für die Arbeit der Zukunft“, herausgegeben von der Hans-Böckler-Stiftung (Seite 122-127).
Saubere Autos?
Nachhaltigkeit im Kfz-Gewerbe
Dieser Fachartikel informiert über die Rolle der Nachhaltigkeit im Kraftfahrzeug-Gewerbe. Dabei wird auf den Produktlebenszyklus eines Kraftfahrzeuges geblickt: von der Rohstoffgewinnung und dem Materialeinkauf bis zur Produktion, den Recycling- und Instandhaltungsprozessen. Ein wachsendes Umweltbewusstsein zeigt sich in der Gesellschaft und damit auch im Kfz-Gewerbe, in seinen Autohäusern und Kfz-Werkstätten. Daher kann dieses Berufsfeld auch eine Perspektive für Schülerinnen und Schüler aufzeigen, die sich für Automobile und Umweltschutz interessieren. Der Artikel ist auf dem Portal „Handwerk macht Schule“ veröffentlicht.
