Berufe für die Klimawende

Hintergrundtext Umwelt im Unterricht

Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, ist eine Anpassung von Gesellschaft und Wirtschaft wichtig: Gebäude werden energetisch saniert, erneuerbare Energien ausgebaut, Produktionsprozesse in der Industrie umgestellt, Kreislaufwirtschaft etabliert. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Umweltbundesamt (UBA) betonen deshalb: Die sozial-ökologische Transformation ist ohne ausreichend qualifizierte Fachkräfte nicht umsetzbar. Dieser Text stellt vor, welche Berufe und Branchen für die Transformation besonders zentral sind. Dabei zeigt sich, dass neben technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen auch vor allem soziale, kommunikative und pflegerische Berufe für den Wandel zentral sind.

www.umwelt-im-unterricht.de

Wie lässt sich Nachhaltigkeit prüfen?

Standardberufsbildpositionen in Prüfungen

Standardberufsbildpositionen beschreiben berufsübergreifende Kompetenzen, die Auszubildende während der gesamten Ausbildung erwerben sollen. Sie sind verbindlicher Bestandteil aller Ausbildungsordnungen, die seit August 2021 modernisiert wurden. Für alle anderen sind sie ebenfalls empfohlen. Zu den Standardberufsbildpositionen gehört auch die Position „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“. Für die Prüfungspraxis stellt sich die Frage: Wie können solche berufsübergreifenden Inhalte praxisnah und nachvollziehbar geprüft werden? Dafür müssen sie je nach Beruf konkretisiert werden. Mit diesem Thema beschäftigt sich ein Artikel bei Leando.

www.leando.de

SDGs im Unternehmen

Interview mit Lina Weigel von den SDG-Scouts

Immer mehr Unternehmen entdecken: Wer die SDGs strukturiert ins Unternehmen bringt, verändert etwas – in den Köpfen der Mitarbeitenden, in den Prozessen, in der Wettbewerbsfähigkeit. Nicht als Feigenblatt, sondern als echtes Entwicklungswerkzeug. Florian Kondert von connectSHub hat mit Lina Weigel von BAUM e.V. über das Projekt SDG-Scouts gesprochen: Warum sollte ein Mittelständler unter Wettbewerbsdruck überhaupt an SDGs denken? Was verändert sich nach dem Programm wirklich im Betrieb? Und für wen ist der Einstieg gerade jetzt der richtige Schritt?

www.connectshub.de

Klarere Regeln für Umweltaussagen

Artikel zur EmpCo-Richtlinie

Ab dem 27. September 2026 gelten in der Europäischen Union neue Vorgaben für Umweltversprechen, Nachhaltigkeitssiegel und bestimmte Informationen zu langlebigen Produkten. Die EmpCo-Richtlinie – kurz für Empowering Consumers for the Green Transition – soll dazu beitragen, dass Verbraucher*innen Umweltinformationen besser einordnen und nachhaltigere Entscheidungen treffen können. Im Kern geht es um die Frage: Was dürfen Unternehmen über die Umweltwirkungen ihrer Produkte und Dienstleistungen sagen – und was müssen Verbraucher*innen dabei erkennen können?

www.oeko.de

Jobchancen in Agri-Start-ups

Neuer Artikel im WILA Arbeitsmarkt

Gerade in der Landwirtschaft sind nachhaltigkeitsorientierte Innovationen und Umstellungen notwendig. Dabei können sogenannte Agri-Start-ups eine wichtige Rolle spielen. Der Bundesverband Deutsche Startups geht aktuell von 374 Start-ups im Agrarbereich aus. Sie arbeiten zum Beispiel im Smart Farming und entwickeln Agrarmanagement-Systeme und App-basierte Betriebssteuerungen. Auch in der Robotik und Automatisierung sind Start-ups tätig, etwa im Bereich autonom fahrende Landmaschinen, Ernte- und Jät-Roboter. Andere Start-ups haben ihren Fokus auf Nachhaltigkeit, Klima und Energie oder entwickeln Lebensmittel im Labor. Ein Artikel im Wila Arbeitsmarkt.

www.wila-arbeitsmarkt.de

Nachhaltige Berufsbildung

Dokumentation der Auftakttagung im BIBB

Wie kann berufliche Kompetenzentwicklung die nachhaltige Transformation in Betrieben voranbringen? Mit dieser Frage beschäftigen sich 17 neue Transformationsprojekte und ein übergeordnetes Projektvorhaben innerhalb der zweiten Förderlinie des Programms „Nachhaltig im Beruf“ (NIB). Rund 140 Teilnehmende aus Wissenschaft, betrieblicher Praxis, Aus- und Weiterbildung sowie Politik kamen im Mai 2026 zur Auftakttagung im BIBB zusammen. Die Dokumentation der Tagung ist auf der BIBB-Website verfügbar.

www.bibb.de

Berufe der Energiewende

Netzwerk und Praxisbeispiele Beruflicher Orientierung in Hessen

Durch das zunehmende „Greening-of-Jobs“ nimmt der Bedarf an Fachkräften in den entsprechenden Berufen zu. Der Begriff Greening bezeichnet die tiefgreifende Transformation des Arbeitsmarktes, bei der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit in bestehende Berufsbilder integriert werden. Dieser Wandel erfordert, dass fast alle Fachkräfte „Green Skills“ benötigen, um zukunftsfähig zu sein. Dies betrifft auch die Strukturen und Fachkräfte in der Beruflichen Orientierung. Auf welche Weise regionale Netzwerke wie die hessenweite Strategie OloV dazu beitragen können, Fachkräfte und Jugendliche mit der Thematik Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu erreichen, haben Dr. Melanie Sittig (involas) und Hannah Nohr (ANU Hessen e.V.) in einem Fachartikel untersucht. Ihr Beitrag ist im Rahmen des Sammelbandes „Arbeitslehre und Resilienz: Arbeitsorientierte Bildung in Zeiten multipler Krisen“ erschienen.

www.olov-hessen.de

BNE-Kompetenzen sichtbar machen

Badges in den Lernpfaden von Umwelt im Unterricht

Junge Menschen benötigen Gestaltungskompetenz. Diese beschreibt die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden und die Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen. Sie umfasst Fähigkeiten wie vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln sowie Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. Lernende sollen so Fähigkeiten erwerben, die es ihnen ermöglichen, eigenverantwortlich die Zukunft mitzugestalten. Der Artikel zeigt, wie mit digitalen Zertifikaten (Badges) diese Kompetenzen im Unterricht sichtbar gemacht werden können.

www.umwelt-im-unterricht.de

Sozialpolitik im Klimawandel

Artikel im sozialpolitikblog des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung

Der Klimawandel wird oft als Umweltproblem beschrieben, manchmal als Innovationsaufgabe, immer häufiger auch als Verteilungsfrage. Im Kern geht es jedoch um einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Strukturwandel. Die Sozialpolitik muss Statussorgen ernst nehmen, ohne Statusängste zur Leitwährung von Politik zu machen, argumentiert Katharina Zimmermann, Juniorprofessorin für Soziologie des wirtschaftlichen Handelns an der Universität Hamburg.

www.difis.org

Quereinstieg Schiene

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW

Ab sofort wird die branchenweite Ausbildung im Nahverkehr auf der Schiene in Nordrhein-Westfalen bei einer zentralen Organisation gebündelt: Die VDV Academy & Training GmbH koordiniert unternehmensübergreifend die Qualifizierung neuer Fachkräfte im Regionalverkehr. Damit stellt das Land Nordrhein-Westfalen die Weichen für die Fachkräftesicherung der Zukunft. Bis zu zwölf Qualifizierungskurse mit rund 150 Teilnehmenden sollen 2026 starten. Ziel ist es auch, mehr Quereinsteiger*innen und mehr Frauen für den Beruf zu gewinnen.

www.umweltwirtschaft.nrw.de