Hintergrundwissen

Strukturwandelrelevante Berufsorientierung im Übergangssektor

Impulspapier des Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier Mit dem Kohleausstieg verändert sich das Rheinische Revier tiefgreifend: Neue Berufsfelder entstehen, andere wandeln sich oder verschwinden. Gerade für junge Menschen im Übergang von Schule zu Beruf wird Orientierung komplexer – und gezielte Unterstützung und Begleitung wichtiger denn je. Wie kann Berufsorientierung junge Menschen im Übergangssektor wirksam auf die Chancen und Herausforderungen des Strukturwandels vorbereiten? Diese Frage und die Perspektive der Schüler*innen hat das Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier in der Publikationsreihe „BildungsRAUM – Berufsorientierung im Übergangssektor“ beleuchtet. Sie bündelt Erkenntnisse aus Gruppendiskussionen mit Schüler*innen aus dem Übergangssektor. Als Abschluss dieser Reihe wurden praxisorientierte Impulse für eine Berufsorientierung im Strukturwandel für Schüler*innen im Übergangssektor entwickelt. Das Impulspapier ist die Quintessenz eines intensiven Forschungs- und Reflexionsprozesses, der die unterschiedlichen Perspektiven miteinander in den Dialog gesetzt hat. www.bildung-rheinisches-revier.de


Berufsorientierung im Übergangssektor V

Themenbericht des Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier Das Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier (NBR) hat in der Broschüre „Berufsorientierung im Übergangssektor V – Zielgruppenspezifische Inhalte und Formate“ die Perspektiven von Schüler*innen an Berufskollegs gesammelt, die nach der Schule keine direkte berufliche Anschlussmöglichkeit haben. In Gruppendiskussionen berichteten die Jugendlichen, welche Inhalte, Formate und Begleitungen ihnen helfen, eine fundierte Berufswahl zu treffen – von authentischen Einblicken und persönlicher Beratung über Peer-to-Peer-Angebote bis hin zu zielgruppengerechten digitalen Formaten. Die Broschüre richtet sich an Fachkräfte der Berufsorientierung, Lehrkräfte und Akteur*innen der regionalen Bildungslandschaft. Sie bietet praxisnahe Einblicke und Anregungen, wie junge Menschen im Übergangssektor unterstützt werden können, Orientierung zu finden, Entscheidungskompetenzen zu stärken und Perspektiven für eine sich wandelnde Arbeitswelt zu entwickeln. www.bildung-rheinisches-revier.de


Arbeit und Qualifizierung in der sozial-ökologischen Transformation

Studie des Umweltbundesamtes Die sozial-ökologische Transformation kann ohne qualifizierte Fachkräfte nicht erfolgreich umgesetzt werden. Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht deshalb zentrale Branchen und Berufe, die aktiv an der Gestaltung dieser Transformation beteiligt sind. Sie analysiert dabei Engpässe, regionale Unterschiede und Arbeitsbedingungen und formuliert daraus Anforderungen an Bildung, Weiterbildung sowie politische Rahmenbedingungen. Analysiert wurden unter anderem Stellenanzeigen, Unternehmensbefragungen, Erwerbstätigendaten und Expert*inneninterviews. www.umweltbundesamt.de


Bewerbung bei nachhaltigen und sozialen Organisationen

Tipps von Personaler*innen Im Zeitalter der „New Work“ Gesellschaft brechen immer mehr Unternehmen aus ihren starren Strukturen, um eine möglichst menschenzentrierte Arbeitsatmosphäre zu gestalten. Viele Arbeitnehmer*innen suchen einen Job mit Sinn und bevorzugen daher nachhaltige oder soziale Unternehmen oder Organisationen. Doch wie bewirbt man sich erfolgreich auf diese Jobs? Dazu hat Goodjobs Personaler*innen aus nachhaltigen und sozialen Organisationen und Unternehmen befragt. In Interviews geben sie zum Beispiel Tipps für ein authentisches Motivationsschreiben oder wie man im Vorstellungsgespräch überzeugen kann. www.goodjobs.eu Interviews


Ausbildung und Praxis in der ökologischen Landwirtschaft

Landesweite Übersichtsplattform zu Bio-Betrieben in Thüringen Für alle, die eine berufliche Zukunft in der Bio-Branche anstreben, hat der Thüringer Ökoherz e.V., der Dachverband des ökologischen Landbaus in Thüringen, eine landesweite Übersichtsplattform geschaffen. Die Informationsseite stellt Betriebe und Anbieter von Ausbildungsplätzen, Praktika, FÖJ-Stellen sowie Praxispartner für ein duales Studium in der ökologischen Landwirtschaft in Thüringen vor. Die neue Datenbank bündelt eine Vielfalt an Bio-Ausbildungsbetrieben und -akteuren aus vielen verschiedenen Bereichen, z.B. Ökologische Landwirtschaft, traditionelles Handwerk, Gastronomie, regionale Vermarktung sowie pädagogische Angebote (Lernbauernhöfe, Bauernhofpädagogik oder tiergestützte Interventionen/Therapie. www.bio-thueringen.de


Nachhaltigkeit als Schlüssel zur Fachkräftesicherung

Praxisreport aus Brandenburg zeigt Erfolgsfaktoren für KMU im Wandel Das Zukunftszentrum Brandenburg hat im September 2025 den Praxisreport „Nachhaltigkeit zusammen gestalten“ veröffentlicht. Er zeigt, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Nachhaltigkeit erfolgreich verankern können. Im Fokus stehen konkrete Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis, die deutlich machen: Ohne Beteiligung der Mitarbeitenden und eine klare Unternehmenskultur bleibt Nachhaltigkeit Theorie. Für die grüne Arbeitswelt und die Berufsorientierung liefert die Studie spannende Anknüpfungspunkte. Praxisreport-Nachhaltigkeit


Karriere-Kompass Zukunftsenergie

Karriereweg in die Energiebranche finden Auch die kommunalen Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dem demografischen Wandel zu begegnen. Die Babyboomer gehen in die Rente, der Druck am Arbeitsmarkt ist hoch. Alternativen sind in dieser Situation mehr als gefragt. In ihrer Schriftenreihe stellen die Stadtwerke Heidelberg einen Lösungsbeitrag vor: das F³-Programm. „Hoch 3“ steht für Förderung von Fach- und Führungskräften. Die jungen Kolleginnen und Kollegen, die das Programm absolvieren, übernehmen schnell Verantwortung, lernen in unternehmensübergreifenden Projekten im Sinne des Gesamtunternehmens zu denken und setzen neue, unkonventionelle Ideen um. Für viele Unternehmen, nicht nur im kommunalen Rahmen, kann es ein wertvolles Vorbild sein. Das Buch der Stadtwerke Heidelberg stellt das Programm und die Erfahrungen damit vor. www.sowillicharbeiten.de


Junge Menschen denken unternehmerisch

Befragung der Bertelsmann-Stiftung Junge Menschen in Deutschland blicken zuversichtlich in ihre berufliche Zukunft und bringen genau die Haltungen mit, die in einer sich wandelnden Arbeitswelt gebraucht werden: Sie denken unternehmerisch, wollen Verantwortung übernehmen und eigene Ideen umsetzen. Das zeigt eine Befragung der Bertelsmann Stiftung zum Tag der Bildung. Zudem gibt mehr als ein Drittel der Befragten an, sich für die Lösung sozialer oder ökologischer Probleme einsetzen zu wollen. Bildungseinrichtungen, Ausbildungsbetriebe und Hochschulen sind jetzt gefragt, ihnen die nötigen Gestaltungsräume zu geben. www.bertelsmann-stiftung.de


Dein Handabdruck für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Ein Do-it-Guide für Arbeitnehmer*innen, die Veränderungen selbst in die Hand nehmen wollen. Immer mehr Berufstätige wünschen sich mehr als nur einen Job – sie suchen Sinn, Wirkung und Arbeitgeber*innen, die glaubwürdig Verantwortung übernehmen. Nachhaltigkeit ist dabei kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein zentrales Kriterium für berufliche Entscheidungen. Deshalb hat Germanwatch einen Do-it-Guide für Arbeitnehmer*innen entwickelt, die Veränderungen selbst in die Hand nehmen wollen. Der Do-it-Guide vermittelt positive Visionen davon, wie Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz wirksam vorangebracht werden kann. Er zeigt, warum der Arbeitsplatz ein wichtiger und geeigneter Ort ist, um einen Handabdruck für mehr Nachhaltigkeit zu hinterlassen, und wie man sein Engagement zielgerichtet ausrichten und Hebel identifizieren kann. www.handprint-hub.de


Nachhaltige Bildung kann Fachkräfte sichern

Vortrag der Fachstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen Über 50 Prozent der Berufseinsteiger*innen achten bei der Jobwahl auf das Nachhaltigkeitsengagement eines Unternehmens. Wer hier aktiv wird, punktet im Wettbewerb um Talente. Dabei bedeutet Nachhaltigkeit mehr als Klimaschutz – sie umfasst auch familienfreundliche Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und betriebliche Gesundheitsförderung. All das stärkt die Bindung der Mitarbeitenden und macht Unternehmen zukunftsfähig. Auf der Regionalkonferenz Südbayern der Regionalen Entwicklungsagentur Bayern stellte die Fachstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen (FABINEK) aktuelle Lösungsansätze vor. Im Fokus: Wie Nachhaltigkeit nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch Unternehmen hilft, dringend gesuchte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. www.reab-bayern.de