Hintergrundwissen

Wachstum durch Wandel

Umweltwirtschaftsbericht NRW 2026 Grüne Technologien schaffen neue wirtschaftliche Chancen, attraktive Arbeitsplätze und neue Exportmärkte. Das sind die Ergebnisse des diesjährigen Umweltwirtschaftsberichtes für Nordrhein-Westfalen. Demnach entstehen besonders dynamische Entwicklungschancen in den Bereichen Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimafolgenanpassung. Welche Berufe besonders gefragt sind und wo zusätzlicher Fachkräftebedarf entsteht, stellte das Wirtschaftsforschungs-Institut Prognos erstmals in einer begleitenden Studie vor. Darin errechneten die Forscher den zusätzlichen Fachkräftebedarf bis 2035 – insbesondere in Berufen, die für den Ausbau von Wind- und Solarenergie, Stromnetzen, Speichern, klimafreundlicher Mobilität und Gebäuden gebraucht werden. Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen seit 2010 um rund 134.000 auf insgesamt 650.000 Beschäftigte. Das entspricht einem Wachstum von rund 26 Prozent. Zum Download


Arbeit der Zukunft

Wissensplattform der Hans-Böckler-Stiftung Das Team der Forschungsstelle Arbeit der Zukunft steht hinter der inhaltlichen Planung der jährlich stattfindenden LABOR.A®. Sie sind Teil der Forschungsförderung in der Hans-Böckler-Stiftung. Mit der Wissensplattform bietet die Stiftung ein Angebot für die Debatten um die Zukunft der Arbeit. Zu den Themen gehören Nachhaltigkeit, Transformation, Gerechtigkeit, Mitbestimmung, Demokratie. Auf den Seiten der Hans-Böckler-Stiftung sind zusätzlich alle wissenschaftlichen Publikationen aus der Abteilung Forschungsförderung zu finden. www.arbeit-der-zukunft.deZur Publikationsübersicht


SDGs im Unternehmen

Interview mit Lina Weigel von den SDG-Scouts Immer mehr Unternehmen entdecken: Wer die SDGs strukturiert ins Unternehmen bringt, verändert etwas – in den Köpfen der Mitarbeitenden, in den Prozessen, in der Wettbewerbsfähigkeit. Nicht als Feigenblatt, sondern als echtes Entwicklungswerkzeug. Florian Kondert von connectSHub hat mit Lina Weigel von BAUM e.V. über das Projekt SDG-Scouts gesprochen: Warum sollte ein Mittelständler unter Wettbewerbsdruck überhaupt an SDGs denken? Was verändert sich nach dem Programm wirklich im Betrieb? Und für wen ist der Einstieg gerade jetzt der richtige Schritt? www.connectshub.de


Klarere Regeln für Umweltaussagen

Artikel zur EmpCo-Richtlinie Ab dem 27. September 2026 gelten in der Europäischen Union neue Vorgaben für Umweltversprechen, Nachhaltigkeitssiegel und bestimmte Informationen zu langlebigen Produkten. Die EmpCo-Richtlinie – kurz für Empowering Consumers for the Green Transition – soll dazu beitragen, dass Verbraucher*innen Umweltinformationen besser einordnen und nachhaltigere Entscheidungen treffen können. Im Kern geht es um die Frage: Was dürfen Unternehmen über die Umweltwirkungen ihrer Produkte und Dienstleistungen sagen – und was müssen Verbraucher*innen dabei erkennen können? www.oeko.de


Branchenanalyse Stahlindustrie

Working Paper Forschungsförderung Die deutsche Stahlbranche befindet sich in einem historischen Umbruch. Das Working Paper „Branchenanalyse Stahlindustrie“ von André Küster Simić und Janek Schönfeldt, veröffentlicht bei der Hans-Böckler-Stiftung zeigt auf, warum der Weg zur klimaneutralen Produktion nicht nur technologisch, sondern vor allem ökonomisch ein beispielloser Kraftakt ist. Es geht um hohe Strompreise, fairen Wettbewerb und die entscheidende Frage, wie zehntausende tarifgebundene Arbeitsplätze bei der Umstellung auf grünen Stahl gesichert werden können. www.arbeit-der-zukunft.de


Effekte der EEG-Reform 2023 auf den PV-Zubau

Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung Die Solarbranche wächst, auf immer mehr privaten Dächern entsteht grüne Energie. Doch aktuelle politische Pläne könnten diesen Ausbau spürbar verlangsamen. Die Studie „Effekte der EEG-Reform 2023 auf den PV-Zubau und entsprechende Fachkräftebedarfe“ von Annika Feith, Henry Zehe, Florian Fickler und Jan Ludwig Fries im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung liefert dazu klare Zahlen. Sie rechnet vor, warum die Energiewende verlässliche Förderungen sowie gut ausgebildete Fachkräfte braucht – und was passiert, wenn finanzielle Anreize abrupt wegfallen. www.arbeit-der-zukunft.de


Handwerk als Motor der Bioökonomie im Rheinischen Revier

Explorative Studie des itb im Auftrag des BioökonomieREVIER Das Rheinische Revier ist eine Modellregion für nachhaltige Bioökonomie. Die Initiative BioökonomieREVIER am Forschungszentrum Jülich untersucht, wie diese Transformation aktiv gestaltet werden kann. Eine aktuelle, vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) realisierte Studie „Bioökonomie im Handwerk“ analysiert in diesem Zusammenhang, inwiefern Handwerksbetriebe bioökonomische Ansätze bereits nutzen, welche Innovationsfelder attraktiv sind und wo gezielte Unterstützung nötig ist. Die explorative Studie zeigt: Handwerksbetriebe leisten bereits heute wertvolle Beiträge zur Ressourceneffizienz und regionalen Wertschöpfung – oft ohne es explizit zu benennen. www.dhi.zdh.de


Klima wandelt Arbeit

Abschlussbericht der Politikwerkstatt Der Abschlussbericht der Politikwerkstatt „Klima wandelt Arbeit“ zeigt, dass klimabedingte Risiken wie Hitze und Extremwetter die Arbeitswelt spürbar belasten. Er bündelt zentrale Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis und Politik und macht deutlich, wo Handlungsbedarf besteht, um Klimaanpassung im Arbeitsschutz systematisch und praxisnah voranzubringen. www.arbeit-sicher-und-gesund.de


Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten

Praxishandbuch des Umweltbundesamtes Das Handbuch des Umweltbundesamtes bietet konkrete Empfehlungen zur Arbeit mit jungen Menschen in Bezug auf Nachhaltigkeit. Ziel ist es, junge Menschen, die bisher wenig Zugang zu Nachhaltigkeitsthemen haben, dafür zu interessieren, um sie bei entsprechenden Kommunikations- und Beteiligungsformaten stärker berücksichtigen zu können. Das Handbuch zeigt, wie das in der Jugendarbeit lebensnah umgesetzt werden kann – vor allem auch durch Kooperationen. Es richtet sich an Multiplikator*innen, die mit jungen Menschen arbeiten und sie dabei unterstützen möchten, eigene Zugänge zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln. www.umweltbundesamt.de


Jobchancen in Agri-Start-ups

Neuer Artikel im WILA Arbeitsmarkt Gerade in der Landwirtschaft sind nachhaltigkeitsorientierte Innovationen und Umstellungen notwendig. Dabei können sogenannte Agri-Start-ups eine wichtige Rolle spielen. Der Bundesverband Deutsche Startups geht aktuell von 374 Start-ups im Agrarbereich aus. Sie arbeiten zum Beispiel im Smart Farming und entwickeln Agrarmanagement-Systeme und App-basierte Betriebssteuerungen. Auch in der Robotik und Automatisierung sind Start-ups tätig, etwa im Bereich autonom fahrende Landmaschinen, Ernte- und Jät-Roboter. Andere Start-ups haben ihren Fokus auf Nachhaltigkeit, Klima und Energie oder entwickeln Lebensmittel im Labor. Ein Artikel im Wila Arbeitsmarkt. www.wila-arbeitsmarkt.de