ZukunftsBande

Projekte

Verbündete beim Sprung ins Berufsleben

Wer nach der Schule ins Berufsleben startet, ist mit einer komplexen, häufig überfordernden Welt konfrontiert. Im kleinen Rahmen und mit Partner*innen auf Augenhöhe Handlungsfähigkeit zu üben, kann für eine stabile Basis sorgen. Im Peer-Learning-Programm ZukunftsBande arbeiten zwei Schüler*innen der 9./10. Klasse ein Schuljahr lang mit einem sogenannten ZukunftsCoach aus einem Unternehmen oder der Hochschule/Universität zusammen. Als ZukunftsBande beschäftigen sie sich mit ihren persönlichen Zielen und dem Berufswahlprozess – also mit der Frage: Was will ich und wie kann ich das erreichen? Auszubildende, Berufsanfänger*innen und Studierende schlüpfen in die Rolle der ZukunftsCoachs, werden in professionellen Trainings auf ihre Aufgabe vorbereitet, im Programmjahr kontinuierlich unterstützt und erhalten abschließend ein Zertifikat über ihr Engagement.

Die ZukunftsBande zeigt sich als nachhaltig wirkungsvoll für alle Beteiligten: Für Schüler*innen in herausfordernder Lage und mit wenig Unterstützung innerhalb der Familie, kann die Zusammenarbeit mit dem eigenen ZukunftsCoach auf einen guten und gelingenden Start ins Berufsleben einwirken. Auf der anderen Seite beobachten Unternehmen eine Weiterentwicklung der Sozial- und Führungskompetenzen ihrer jungen Mitarbeitenden, die als ZukunftsCoachs teilnehmen. Personaler*innen schätzen diese Art der Qualifizierung und die gesellschaftliche Verantwortungsübernahme der Nachwuchskräfte.

Die nachhaltige Vernetzung im Programm fördert die regionale Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen sowie die Möglichkeit von Unternehmens- und Hochschulbesuchen für Schüler*innen.
Das Programm findet aktuell für Teilnehmende in der Emscher-Lippe-Region statt.

Die Lebenswelten junger Menschen haben sich gravierend verändert – gelingende Bildungsübergänge zu unterstützen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. (Lena Korte-Riepe)

Zielgruppe

Schüler*innen Klasse 9 und 10
Auszubildende, Studierende, junge Erwachsene

Laufzeit

seit 2016, läuft aktuell im 9. Durchgang

Kontakt

Zukunftsstiftung Bildung

Lena Korte-Riepe
Christstraße 9
44789 Bochum
0234 5797 5782

lena.korte-riepe@gls-treuhand.de


KlimaAUSbildung

© BUNDjugend

Projekte

Klimaworkshops an Berufsschulen

KlimaAUSbildung möchte Berufsschüler*innen darin unterstützen, die Welt in der Klimakrise besser zu verstehen und ihren eigenen Platz darin zu finden. Dazu bildet das Projektteam zunächst junge Menschen zu sogenannten „Teamer*innen“ aus. Die Teamer*innen bieten anschließend – mit Unterstützung des Projektteams – Klimaworkshops an Berufsschulen an. Das Projektteam organisiert zusätzlich Online-Weiterbildungen zu verschiedenen Schwerpunktthemen wie Klimawandelkommunikation oder Diskriminierungssensibilität.

Die Klimaworkshops befassen sich unter anderem mit einer emotionalen Verortung in der Klimakrise. Die Teilnehmenden reflektieren, was die Welt in der Klimakrise braucht, wie ein gutes Leben in der Klimakrise geht, was getan werden kann und wo persönliche Grenzen sind. Es wird erklärt, was der natürliche und menschengemachte Treibhauseffekt ist. Neben der Erläuterung der Ursachen der Klimakrise wird auch ein Blick darauf geworfen, inwiefern das eigene Berufsfeld davon betroffen ist – und wie dieses ein Teil der Lösung sein kann. Die Berufsschüler*innen können in den Klimaworkshops für sich selbst eine Haltung zu klimarelevanten Fragen erarbeiten. Außerdem können sie konkrete Wege kennenlernen und in praktischen Klimaschutzaktionen ausprobieren, mit denen sie einen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimagerechten Welt leisten können.

In einem Lernraum, in dem es kein Richtig oder Falsch gibt, lassen sich viele Perspektiven beleuchten. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre eigene (berufliche) Rolle in Zeiten der Klimakrise zu reflektieren, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam ins Handeln zu kommen.

Das Projektteam entwickelt laufend Materialien für die Klimaworkshops, die mithilfe des Feedbacks aus der Praxis immer weiterentwickelt und zu einem digitalen Handbuch zusammengefasst werden. Das digitale Handbuch wird nach Projektende auf der Webseite der BUNDjugend für alle Interessierten zur Verfügung gestellt.

KlimaAUSbildung ist ein Projekt der BUNDjugend (Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.). Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Durch eine emotions- und diskriminierungssensible Gestaltung unserer Klimaworkshops wollen wir Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen, den Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen und die berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE) – kritisch reflektiert – unterstützen. Der partizipative Ansatz ermöglicht es den Berufsschüler*innen, ihre eigene Sichtweise auf die Herausforderungen der Klimakrise darzulegen und ihren Umgang damit zu schildern. Um sozial, ökologisch und wirtschaftlich verantwortlich handeln zu können, müssen Berufsschüler*innen wissen, wie sich ihre Arbeit gesellschaftlich auswirkt. So wollen wir die Berufsschüler*innen ermächtigen, sich in der grünen Arbeitswelt zu orientieren. (Laura Brüggen, Projektreferentin Bildungsinhalte & Netzwerke bei KlimaAUSbildung)

Zielgruppe

Berufsschüler*innen und junge Menschen, die sich für Klimabildung interessieren und ggf. selbst Klimaworkshops an Berufsschulen gestalten wollen.

Laufzeit

April 2023 bis März 2026

Kontakt

BUNDjugend
Bundesgeschäftsstelle

Antonia Müller
Kaiserin-Augusta-Allee 5
10553 Berlin
030 27586589

klima-aus-bildung@bundjugend.de


Praxisnahe berufliche Orientierung

© Thüringer Landvolkbildung e.V.

Projekte

Grüne Berufe erkunden

Zielgruppe sind Schüler*innen allgemeinbildender Schulen der Klassenstufe 7 und 8, für Gymnasiast*innen wird die Berufsorientierung in den Klassenstufen 8 bis 10 angeboten. Die Maßnahme gliedert sich in drei Teile: In der siebten beziehungsweise achten Klasse nehmen die Schüler*innen an einer eintägigen Potenzialanalyse teil. Verschiedene theoretische Aufgaben und praktische Übungen decken auf, wo die jeweiligen Stärken der Schüler*innen liegen. Anhand dessen können sie im persönlichen Gespräch erste Rückschlüsse zu ihren beruflichen Neigungen schließen. Bei der anschließenden Berufsfelderkundung schnuppern die Schüler*innen innerhalb von Kleingruppen eine Woche lang in fünf verschiedene Berufsfelder hinein. Am Ende der Woche findet eine Reflexion statt.

Im dritten Teil, der Berufsfelderprobung, haben die Schüler*innen die Möglichkeit, eines der von ihnen gewählten Berufsfelder ebenfalls in Kleingruppen eine Woche lang vertieft zu erkunden. Der Thüringer Landvolkbildung e.V. leitet die Werkstatt zu den grünen Berufen und vermittelt den Schüler*innen theoretische und praktische Kenntnisse zur nachhaltigen Landwirtschaft, in Forstwirtschaft, zu Technik und Wartung landwirtschaftlicher Fahrzeuge, Technologien und Digitalisierung in der Landwirtschaft. Ebenso werden kleine Projekte und Übungen zu Berufen im Gartenbau, Umwelt- und Naturschutz durchgeführt. Der Fokus liegt dabei auch auf dem schonenden Umgang mit Material und Ressourcen wie Boden, Wasser und Rohstoffen z.B. durch das Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Auch hier findet am Ende der Woche ein Reflexionsgespräch statt.

Das Projekt wird gefördert durch den Freistaat Thüringen und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus.

Wir möchten Schüler*innen als dringend benötigte Fachkräfte in den „Grünen Berufen“ gewinnen und dabei die Sinne der Jugend für die Pflanzen- und Tierwelt schärfen, ihr Interesse an Umwelt- und Naturschutz wecken und sie darüber informieren, wo Lebensmittel herkommen.

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 bis 8 (Real- und Gesamtschule) bzw. 8 bis 10 (Gymnasium)

Laufzeit

unbegrenzt

Kontakt

Landvolkbildung Thüringen e.V.

Angelika Hütter
Alfred-Hess-Str. 8
99094 Erfurt
0152 24123232

grueneberufe@landvolkbildung.de


Hypos macht Schule

© HYPOS e.V

Projekte

Modulares Bildungskonzept mit dem Schwerpunkt Grüner Wasserstoff

Im Rahmen des Bildungsprojekts „HYPOS macht Schule“ bietet der HYPOS e.V. ein umfassendes, modulares Lehrkonzept für die Planung und Durchführung von interaktiven Informationsveranstaltungen zum Thema ‚Erneuerbare Energieversorgung mit Grünem Wasserstoff‘ an. Diese können in Form eines Projekttages bzw. Projektwoche, eines Workshops, einer AG oder eines ganzen Unterrichtsmoduls organisiert werden.

Das aktuelle Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse auf ansprechende, zielgruppengerechte Weise mit der Thematik vertraut zu machen. Gemeinsam soll der Weg des Grünen Wasserstoffs von der Erzeugung, über die Speicherung und den Transport bis hin zur Anwendung erarbeitet werden. Dabei sollen die Schüler*innen die Möglichkeit haben, die Potenziale von Grünem Wasserstoff als Energieträger der Zukunft zu entdecken und die vielfältigen Berufsbilder in der erneuerbaren Energie- und Wasserstoffbranche kennenzulernen. Auf diesem Weg erhalten die Partner des Wasserstoffnetzwerk und Akteure der Wasserstoffwirtschaft die Möglichkeit ihr Unternehmen bzw. ihre Tätigkeiten im Bereich des Grünen Wasserstoffs einer neuen Zielgruppe anschaulich zu präsentieren.

Neben der Ausarbeitung eines passenden Lehrkonzepts unterstützt HYPOS die Umsetzung der Bildungsveranstaltungen mit seiner fachlichen Expertise für das Thema Grüner Wasserstoff durch die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Lernspielen und Anwendungs-modellen sowie der Organisation von Exkursionen zu regionalen Wasserstoffplayern und Forschungsstandorten. Eine enge Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen liegt uns dabei besonders am Herzen, um ein maßgeschneidertes Konzept für die Schulgruppe zu entwerfen.

Auf Seiten der Schülerinnen und Schüler werden keine Vorkenntnisse benötigt. Sollten die Schüler*innen bereits Wissen über den Energieträger Grüner Wasserstoff oder andere erneuerbare Energiequellen erworben haben, kann das Konzept dahingehend bei Bedarf individuell angepasst werden, sodass die Einheiten an vorhandenes Wissen anknüpfen

„HYPOS macht Schule“ fördert, insbesondere im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich, MINT-Interessen. Ein abwechslungsreicher, anschaulicher Unterricht sowie weiterführende MINT-Lernangebote sind von zentraler Bedeutung, um die Begeisterung für naturwissenschaftlich-technische Fächer zu wecken und Talente zu fördern. Auf diesem Weg werden mehr Schüler*innen für MINT-Berufe begeistert.

Das modulare Bildungskonzept soll auch für weitere Zielgruppen erweitert werden, sodass auch jüngere Klassenstufen oder Berufsschüler*innen angesprochen werden. Über die Ansprache innerhalb des schulischen Rahmens werden die Themen auch in den (familiären) Alltag transportiert und erreichen auf diesem Weg noch einen weiteren Teil der Öffentlichkeit.

„HYPOS macht Schule“ stärkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), welche Menschen zum nachhaltigen Gestalten ihrer Lebenswelt befähigt. Sie fördert Partizipation, Solidarität sowie zukunftsgerichtetes Denken und Handeln – die Schlüsselkompetenzen zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft.

Zielgruppe:

Schülerinnen und Schüler, Schwerpunkt auf der 8.-10. Klasse

Laufzeit:

01. Mai 2020 bis 31. Oktober 2022

Kontakt

Hypos e.V.

Florian Wöhlbier
Schillerstraße 5
04109 Leipzig

woehlbier@hypos-germany.de


So geht Zukunft!

© Deutsche KlimaStiftung

Projekte

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Die Future Day-Veranstaltungen finden an einem Projektvormittag an Schulen in ganz Deutschland statt. In drei aufeinander aufbauenden Modulen werden die Schüler*innen der Jahrgänge 8-10 über green jobs in Zeiten des Klimawandels, eigene berufliche Gestaltungsmöglichkeiten sowie Zukunftsberufe und konkrete Handlungsmöglichkeiten informiert und ins Handeln gebracht. Im Vorfeld finden Lehrkräfte-Fortbildungen statt, wie diese Themen in den Lehrplan eingebunden werden können. Im Rahmen des Projekts stehen passende Bildungsmaterialien (Methodensets, Filme, Handouts, etc.) für den Schulunterricht zur Verfügung, die kostenfrei auf der Seite der Deutschen KlimaStiftung erhältlich sind.

Im Projekt „BBNE Lobby“ werden Räume geschaffen, die im doppelten Sinne des Wortes als „Lobby“ fungieren. Es sollen zum einen Orte des Abholens und Austausches und zum anderen Orte des (politischen) Aushandelns rund um die Themenkomplexe nachhaltige Entwicklung, klimafreundliches Wirtschaften und BBNE sein. Diese Lobby-Orte regen zur Diskussion rund um die Themen ökologischer Fußabdruck, Kreislaufwirtschaft, Green Economy und Klimaschutz, soziale Verantwortung, Innovationsmanagement oder personalwirtschaftliche Chancen einer BBNE an. Dabei umfasst das Konzept eine Orchestrierung vielfältiger und bereits bestehender (Bildungs-) Angebote aus den Bereichen der (nachhaltigen) Kompetenzentwicklung, des globalen Lernens, der außerschulischen Bildung und des informellen sowie Challenge based Lernens der (B)BNE, des service learning (LdE) in Schulen sowie der nachhaltigen Geschäftsmodellentwicklung. Hauptadressat*innen des Projektes sind Entscheider*innen auf strategischer Ebene wie Ausbilder*innen und Unternehmer*innen. Dabei werden auch Auszubildende mit eingebunden.

Der Weg zu Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Lebensweise auf diesem Planeten führt über Bildung, insbesondere auch über die Berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung! (Arne Dunker, Vorstand Deutsche KlimaStiftung)

Zielgruppe

Schüler*innen der Jahrgänge 8-10
Ausbildendes Personal, Auszubildende, Unternehmer*innen

Laufzeit

2022 -2026

Kontakt

Deutsche KlimaStiftung

Dr. Annika Mannah
Arnold-Böcklin-Straße 14
28209 Bremen
0421 276568-14

info@deutsche-klimastiftung.de


Unternehmen FairPlay

© Ulrich Wessollek

Projekte

Schulung von Ausbilder*innen und Personalverantwortlichen für mehr Nachhaltigkeit in Berufsausbildung und Unternehmen

RENN.mitte bietet gemeinsam mit Spirit of Football e.V. und der Unternehmensberatung quexwert verschiedene Seminare und auch individuelle Inhouse-Workshops für Unternehmen an, in denen Ausbilder*innen und Auszubildende einen Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit erhalten. Was haben die globalen Nachhaltigkeitsziele mit meinem Unternehmen und mit meinem Leben zu tun? Wie kann man Nachhaltigkeit in Ausbildungspläne integrieren? Und welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit im Zusammenspiel mit weiteren Arbeitswelt 4.0-Trends wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Resilienz und New Work, wenn Unternehmen sich als attraktive und zukunftsfähige Arbeitgeber aufstellen wollen? Um diese und viele weitere Fragen geht es.

Seit August 2021 sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit Pflichtprogramm in allen Ausbildungsberufen, in einigen Berufsbildern ist Nachhaltigkeit bereits seit 2024 Prüfungsthema. Nachhaltigkeit in die Ausbildung zu integrieren – dabei kann Unternehmen FairPlay sowohl große als auch kleine Unternehmen unterstützen.

Die Ausbildung ist eine Riesenchance, um über die jungen Menschen Ansätze für nachhaltiges Wirtschaften in den Unternehmen zu verankern.

Zielgruppe

Ausbildungsleiter*innen und Ausbilder*innen sowie Personalverantwortliche in Unternehmen

Laufzeit

seit 2022

Kontakt

Geschäftsstelle RENN.mitte / Zukunftsfähiges Thüringen e.V.

Nadine Baumann
Johannesstr. 2
99084 Erfurt
0361 4302 3596

mitte@renn-netzwerk.de


SDG-Scouts®

© B.A.U.M. e.V.

Projekte

Schulung von Auszubildenden und Nachwuchskräften für Nachhaltigkeit in Unternehmen

In einer dreiteiligen Workshopreihe werden die Sustainable Development Goals der UN – kurz SDGs – aufgegriffen, um den Auszubildenden und Nachwuchskräften Kenntnisse im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu vermitteln. Fokus der Workshops ist es, gemeinsam Verbesserungspotenziale in der unternehmerischen Nachhaltigkeit herauszuarbeiten. Basierend darauf entwickeln die Teilnehmenden in Zusammenarbeit mit einer betrieblichen Pat:in Projektideen, welche die unternehmerische Nachhaltigkeit stärken. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Nachwuchskräfte das B.A.U.M.-Zertifikat „SDG-Scouts® – Auszubildende und Nachwuchskräfte für Nachhaltigkeit“.

Das Angebot richtet sich an Auszubildende und Nachwuchskräfte aller Ausbildungsberufe; es gibt keine Altersgrenze. Wichtig ist, dass die Teilnehmenden neu im Unternehmen sind und einen offenen Blick auf die Prozesse mitbringen. Der Zeitaufwand beträgt ca. 2-3 Stunden pro Woche. Die Teilnahmegebühr beträgt für die Unternehmen 500 € je SDG-Scout®, mindestens jedoch 1.500 € (jeweils zzgl. MwSt). Für B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen gelten um 25% ermäßigte Beträge.

Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit (NAN) unterstützt das Projekt, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen in der niedersächsischen Wirtschaft zu setzen. Das Projekt wird fachlich und finanziell durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unterstützt. Dank der Förderung konnten bereits 30 kleine und mittelständische Unternehmen am Programm teilnehmen.

Vor allem junge Menschen sind von Klimawandel und seinen Folgen betroffen. Damit sie nicht in der Zukunftsangst verharren, möchten wir ihnen Perspektiven in ihrem eigenen Handlungsraum aufzeigen.

Berufsorientierung

Im ersten Workshop geht es um die Rolle der SDG-Scouts® im Unternehmen, Nachhaltigkeit und Verbraucherverhalten, sowie Aktivitäten und Vereinbarungen – 17 Ziele für eine nachhaltige Gesellschaft (SDGs).

Im zweiten Workshop wird der Bogen hin zu Nachhaltigkeit und SDGs in Unternehmen gespannt. Dazu werden Konzepte zur Förderung von Nachhaltigkeit in Unternehmen (CSR und SDGs) unter die Lupe genommen. Für die Praxisphase werden die Teilnehmenden in die Handhabung des SDG-Erkundungsbogens sowie zur Erstellung des SDG-Erkundungsberichts eingeführt. Dort werden betriebliche Nachhaltigkeitsaktivitäten und Verbesserungsbereiche identifiziert.

Der dritte Workshop konzentriert sich nach der Bestandsaufnahme auf die Ausgestaltung konkreter Projektideen. Die Teilnehmenden stellen ihre Ergebnisse der Betriebserkundung vor, die in der Gruppe diskutiert werden. Danach erfolgt die Auswahl von Verbesserungsideen für die weitere Projektarbeit mit konkreten Tipps zur Projektplanung und -präsentation. In der Praxisphase der Projektkonzeption arbeiten die Gruppen mit Unterstützung ihrer betrieblichen Partner*innen an ihrem Praxisprojekt. Das Konzept wird abschließend im Unternehmen präsentiert. Bei positiver Bewertung wird das B.A.U.M.-Zertifikat „SDG-Scout® – Auszubildende und Nachwuchskräfte für Nachhaltigkeit in Unternehmen“ überreicht.

Kontakt

B.A.U.M. e.V.

Karina Frochtmann
Osterstraße 58
20259 Hamburg
0159 06176050

karina.frochtmann@baumev.de


KochCup 2024

© Projekt „KochCup“

Projekte

Dein nachhaltiges Rezept zur EM

Der KochCup will Auszubildende in Küchenberufen inspirieren, gesunde, leckere und nachhaltige Mahlzeiten zu kreieren, die Spaß machen. Die Auszubildenden können ihre nachhaltigen Rezepte online einreichen und anschließend in einem der vier Regionalturniere im Herbst 2023 von einer Jury verkosten und bewerten lassen. Die 12 leckersten und kreativsten Rezepte treten dann im Finalturnier im März 2024 gegeneinander an. Das Projekt möchte so einen Anstoß geben, die Gastronomie- und Ernährungsbranche planetenfreundlicher zu gestalten und die Zugkraft des Sports nutzen. Der Wettbewerb wird vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) und der Agentur für nachhaltige Kommunikation tippingpoints gestaltet. Das Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Unsere Ernährung ist ein wichtiger und effektiver Hebel, um CO2-Emissionen zu senken. Immer mehr Menschen interessieren sich für regionale, saisonale und pflanzenbetonte Bio-Küche, doch in der Gastro-Ausbildung kommen diese Themen oft zu kurz. Mit dem KochCup laden wir Auszubildende in Küchenberufen dazu ein, sich mit der Küche von Morgen zu beschäftigen.

Berufsorientierung

Die eingereichten Rezepte werden vom KochCup-Team unter anderem anhand der Nachhaltigkeitskriterien regional, saisonal, bio, pflanzenbetont und wenig Lebensmittelabfälle beurteilt. Dabei geht es nicht darum, in jeder Kategorie perfekt zu sein, sondern sich mit den Themen auseinanderzusetzen und den besten Weg für sich selbst und das eigene Gericht zu wählen. Unterstützt werden die Auszubildenden dabei durch das KochCup-Online-Trainingslager, welches Hintergrundwissen zu planetenfreundlicher Ernährung sowie die Möglichkeit an einem Online-Seminar und verschiedenen Q&A Sessions teilzunehmen. Darüber hinaus können die Finalist*innen zwischen den Regionalturnieren und dem Finale Online-Coachings mit Anton Schmaus, Alexander Hermann und Marketa Schellenberg wahrnehmen. In den Host-Berufsschulen hat das KochCup-Team Workshops zum Thema planetenfreundliche Ernährung angeboten.

Kontakt

CSCP gGmbH

Jennifer Wiegard
Hagenauer Str. 30
42107 Wuppertal
0202 459 58 - 28

kochcup@cscp.org


Jobs for Future NRW

6 Bilder mit jungen Berufstätigen in grünen Berufen
© Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Projekte

Im Dialog mit nachhaltigen Unternehmen

Viele Jugendliche engagieren sich schon für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Doch bei der Berufswahl kommt das Thema oft zu kurz. Mit seinem Projekt „Jobs for Future NRW“ möchte der Wissenschaftsladen Bonn die ohnehin in Schulen stattfindende Berufsorientierung bereichern und die Begeisterung der Jugendlichen vom Ehrenamt in eine berufliche Zukunft lenken. Im Projekt wurden partizipative Dialogformate entwickelt, anhand derer Schülergruppen mit Beschäftigten zukunftsfähiger Branchen in einen Austausch auf Augenhöhe treten können. Im Dialog mit den Beschäftigten erhalten die Jugendlichen authentische, ungeschönte Einblicke in die nachhaltige Arbeitswelt und die damit verbundenen Anforderungen und beruflichen Perspektiven. Sie erkunden berufliche Tätigkeiten und setzen sich mit Nachhaltigkeitsfragen im Berufsleben auseinander.

Im Projekt wurden zwei Dialogformate entwickelt, FUTURE TALK und FUTURE ACTIVITY, die nach Abschluss des Projektes von Schulen genutzt werden können. Der FUTURE TALK findet in der Schule statt, die FUTURE ACTIVITY im Unternehmen selbst. Beide Formate gibt es als Kompakt- und Langversion. Die Kompaktversion lässt sich an einem Tag durchführen, die Langversion ist zeitaufwändiger, da die Schüler*innen schon im Vorfeld in die Organisation der Dialogveranstaltung eingebunden sind und ihre Erfahrungen für die eigene Berufswahl im Nachgang kreativ auswerten.

Das didaktische Konzept greift Elemente der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf und integriert verschiedene Handlungs- und kreativitätsfördernde Methoden. Die Aufgabenstellungen orientieren sich an den Inhalten und Kompetenzanforderungen für das Fach Arbeitslehre und verknüpfen diese mit den UNESCO-Schlüsselkompetenzen für Nachhaltigkeit wie Kooperation, kritisches Denken, Problemlösung und Selbstreflexion.
Das Projekt wurde von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert.

Wir brauchen Fachkräfte, die mehr Nachhaltigkeit ins Berufsleben bringen. Jobs for Future kann hierzu beitragen. Denn sinnvolle Jobs setzen Engagement frei, das Gesellschaft und Umwelt zu Gute kommt.

Zielgruppe

Weiterführende Schulen aller Schulformen ab Klasse 9 und Berufskollegs

Laufzeit

April 2022 bis Juni 2024

Kontakt

Wissenschaftsladen Bonn

Antje Lembach
Reuterstr. 157
53113 Bonn
0228 20261-30

antje.lembach@wilabonn.de


Energiewende-Held*innen

Junger Mann installiert Photovoltaik-Anlage
© iStock.com/whyframestudios

Projekte

Berufliche Orientierung für Ausbildungen mit Energiewende-Relevanz

Die Umsetzung der Energiewendeziele erfordert eine Vielzahl engagierter und zukunftsorientierter Fachkräfte aus der Energiewirtschaft, dem Bau-, Ausbau-, Elektro- und Metallgewerbe sowie aus dem produzierenden Gewerbe. Entsprechende Betriebe melden volle Auftragsbücher, suchen aber gleichzeitig vielerorts händeringend nach Nachwuchs. Doch wie können junge Menschen für Energiewende-relevante Ausbildungsberufe sensibilisiert und begeistert werden?
Im Rahmen des Projekts Energiewende-Held*innen wurden insgesamt fünf spannende Berufsorientierungsangebote durch außerschulische Bildungseinrichtungen in Hessen konzipiert, erprobt und verstetigt. Neben dem Verstehen der Gesamtzusammenhänge steht eines ganz besonders im Fokus: Erleben und Ausprobieren von Handwerk und Technik. Dafür wurden durch unsere Praxispartner*innen aktive Kooperationen zu regionalen Energiewende-relevanten Ausbildungsbetrieben aufgebaut. Projektbegleitend wurde außerdem ein Kompetenzkreis mit Vertreter*innen hessischer Wirtschaftsverbände, öffentlicher Verwaltungen, Koordinationsinitiativen, Fachinstitutionen und außerschulischen Bildungseinrichtungen aufgebaut. Entstanden ist darüber hinaus eine öffentlich einsehbare digitale Sammlung relevanter Literatur, guter Praxisbeispiele, Materialien und Veranstaltungstipps sowie ein Orientierungspapier zu außerschulischer Berufsorientierung mit Fokus auf Energiewende.

Energiewende-Held*innen ist ein Projekt der ANU Hessen e.V. und wurde im Zeitraum von November 2022 bis August 2023 gefördert vom hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen zur Stärkung der außerschulischen Berufsorientierung insbesondere nach der Corona Krise. Dank einer Kooperation mit der Landesenergieagentur konnte das Projekt mit Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum verstetigt und weitere Praxispartner*innen gewonnen werden.

Wir möchten die vielfältigen und spannenden Berufsfelder, die sich hinter der Umsetzung der Energiewende verbergen, ins Licht rücken und erlebbar machen, und so jungen Menschen neue Impulse für Ihre Berufswahl geben. So können wir als BNE-Akteur mit unseren außerschulischen Praxispartner*innen einen Beitrag zur Fachkräftegewinnung für die Energiewende leisten.

Berufsorientierung

Im Projekt mit dabei sind die preisgekrönte Initiative SoLocal Energy, die mit dem Bau einer Solar-Soundstation z.B. Begeisterung für das Elektronik-Handwerk wecken möchte, die Energieagentur Energie 2000, die mit Baustellenbesichtigungen das Arbeitsfeld und den Transformationseffekt der beteiligten Ausbildungsberufe greifbar machen möchte, sowie das Umweltbildungszentrum AZN, das über Experimente und Modelle Technikbegeisterung wecken und aufbauend darauf den Kontakt zu örtlichen Betrieben herstellen möchte. Ebenfalls beteiligt sind die überbetriebliche Ausbildungsstätte Provadis, die sich mit den Teilnehmenden in einem einwöchigen Intensivprogramm den Energiewende-Berufen über ein gemeinsames Werkstück annähern möchte, sowie die Stiftung TOOLS FOR LIFE, die in einem Energiewende-Parcours mit vielfältigen Hands-on Materialien das Arbeitsfeld der Energiewende erkundet und Austausch mit Azubis verschiedener Berufe ermöglicht.

Zielgruppe der Angebote sind Schulklassen aller Schulformen ab Jahrgangsstufe 8 sowie interessierte Jugendgruppen.

Kontakt

ANU Hessen e.V.

Hannah Nohr
Kasseler Str. 1a
60486 Frankfurt am Main
0178 6732141

hannah.nohr@anu-hessen.de