Berufsfeldübergreifend
Sozialpolitik im Klimawandel
Artikel im sozialpolitikblog des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung Der Klimawandel wird oft als Umweltproblem beschrieben, manchmal als Innovationsaufgabe, immer häufiger auch als Verteilungsfrage. Im Kern geht es jedoch um einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Strukturwandel. Die Sozialpolitik muss Statussorgen ernst nehmen, ohne Statusängste zur Leitwährung von Politik zu machen, argumentiert Katharina Zimmermann, Juniorprofessorin für Soziologie des wirtschaftlichen Handelns an der Universität Hamburg. www.difis.org
Auswirkungen von Klimaveränderungen auf Gesundheit, Sicherheit und Produktivität
Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit – Wie der Arbeitsschutz den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann“ Klimaveränderungen wirken sich nicht nur auf die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, sondern auch auf die Produktivität aus. Denn Gefahren durch saisonale Hitzebelastung, UV-Strahlung, Extremwetterereignisse sowie neue biologische und chemische Gefährdungen haben weitreichende Folgen für Beschäftigte und die Produktivität. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit – Wie der Arbeitsschutz den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann“ veröffentlicht. Der Bericht bündelt die Ergebnisse der zweijährigen Politikwerkstatt „Klima wandelt Arbeit“ des Programms ARBEIT: SICHER + GESUND, an der rund 280 Expertinnen und Experten aus dem Arbeitsschutz, der Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnerschaft sowie aus der betrieblichen Praxis teilnahmen. www.bmas.de
Future Skills statt reiner Fachebene
Interview über Qualifizierung im Wandel Was müssen Fach- und Führungskräfte von morgen können? Welche Lernformate erreichen sie wirklich? Im Interview spricht das Q.V.I.W.-Projektteam über überraschende Erkenntnisse aus der Praxis, die wichtigsten Zukunftskompetenzen im Rheinischen Revier und darüber, warum klassische Weiterbildungsformate heute oft nicht mehr ausreichen. Das Projekt Q.V.I.W. (Qualifiziert. Vernetzt. Innovativ. Wirksam. – Weiterbilden im Rheinischen Revier), entwickelt zukunftsorientierte Weiterbildungsformate für Fach- und Führungskräfte der Region in fünf Programmlinien mit fachspezifischen Themen bis hin zu berufsübergreifenden Future Skills. Zum Interview
Betriebliche Mitbestimmung der nachhaltigen Transformation
Working Paper der Hans Böckler Stiftung Das Working Paper beschäftigt sich mit den Handlungsmöglichkeiten und Herausforderungen von Betriebsräten und Beschäftigten bei der Mitbestimmung von nachhaltigen Transformationen in ihren Betrieben. Mittels Fallstudien im primären und sekundären Wirtschaftssektor wird nachgezeichnet, dass Mitbestimmung vor allem an den Schnittstellen von etablierten Aufgaben von Betriebsräten und Nachhaltigkeit ansetzt. Die Studie identifiziert Handlungsfelder und Hemmnisse für Mitbestimmung und macht Vorschläge zur Stärkung von Betriebsräten als Impulsgeber betrieblicher Transformations- und Innovationsprozesse. www.arbeit-der-zukunft.de
Wie junge Erwachsene auf die Arbeitswelt blicken
Working Paper der Hans Böckler Stiftung Das Working Paper „Wir haben ein paarmal überlegt, alle gleichzeitig zu kündigen“ von Lukas Kammerlander, Alena Anstätt, Milena Schon, Caroline Krieg, Wolfgang Schröer und Andreas Walther hinterfragt das Klischee einer arbeitsunwilligen Generation. Die Untersuchung beleuchtet die Zukunftsplanung junger Erwachsener inmitten tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche. Dabei offenbart sich, warum sie sich bei strukturellen Ungerechtigkeiten im Betrieb oft alleingelassen fühlen und neue Wege der Bewältigung suchen müssen. www.arbeit-der-zukunft.de
Qualifizierungsbedarfe zu Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit im Handwerk
Eine Bedarfsanalyse im Rahmen des Projekts Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials (InnoFort) Der Bericht des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) beschäftigt sich mit bestehenden Qualifizierungsbedarfen in den Themenfeldern Digitalisierung/Künstliche Intelligenz (KI) und Nachhaltigkeit im Handwerk und damit, wie Strategien der Personalentwicklung mit diesen Bedarfen aktuell umgehen und diese in Zukunft gut aufgreifen könnten. Er basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, einer quantitativen Sekundärdatenauswertung und qualitativen Interviews mit Handwerksbetrieben unterschiedlicher Größe und Gewerken. www.f-bb.de
Arbeitsmarkt Green Economy
Neuer Bereich im Jobmonitor der Bertelsmann Stiftung Im Jobmonitor gibt es ab sofort einen neuen Bereich, der die Auswirkungen des ökologischen Wandels auf den Arbeitsmarkt aufzeigt. Hier werden aktuelle Informationen rund um die Entwicklung der Green Economy, der Nachfrage nach grünen Berufen und die regionale Arbeitsmarktentwicklung von der Verkehrswende bis zur Kreislaufwirtschaft gebündelt. Damit erweitert der Jobmonitor sein Angebot um ein zentrales Zukunftsthema und schafft eine neue Anlaufstelle für alle, die sich für Beschäftigung, Qualifikationen und Trends im Kontext nachhaltigen Wirtschaftens interessieren. Zum Jobmonitor
Die deutsche Wirtschaft auf dem Weg zur Green Economy
Studie der Bertelsmann Stiftung Jede dritte im Jahr 2025 in Deutschland ausgeschriebene Stelle hatte einen Bezug zur Green Economy – Tendenz steigend. Im Jahr 2019 war es noch jede fünfte Stelle. Bei Stellen in der Industrie ist der Anteil sogar noch höher: 44 Prozent der hier ausgeschriebenen Stellen gehören zur Green Economy, also zu Bereichen wie Kreislaufwirtschaft, Energiewende und Verkehrswende. Die aktuelle Analyse des Jobmonitors der Bertelsmann Stiftung von 70 Millionen Online-Stellenanzeigen aus den Jahren 2019 bis 2025 zeigt: Wer Industriebeschäftigung im Strukturwandel sichern will, sollte die Nachhaltigkeitstransformation stärken. www.bertelsamnn-stiftung.de
Kein Match: Warum die Gen Z Jobs absagt, wenn die Werte nicht stimmen
Ergebnisse einer britischen Studie Ein gutes Gehalt allein reicht heute längst nicht mehr aus, um junge Talente langfristig zu binden. Immer häufiger erteilt die Gen Z potenziellen Arbeitgebern eine Absage, wenn deren Unternehmenswerte nicht mit den eigenen Idealen übereinstimmen. Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität und eine echte Work-Life-Balance stehen ganz oben auf der Prioritätenliste und werden im Bewerbungsprozess kritisch hinterfragt. Firmen, die hier nur „Greenwashing“ betreiben, verlieren schnell den Anschluss an die Fachkräfte von morgen, die eine authentische Unternehmenskultur fordern. Eine Studie von Co-operatives UK unter 1.000 britischen Arbeitnehmer*innen zwischen 18 und 27 Jahren zeigt, dass Werte für junge Beschäftigte die Grundbedingung für die Zusammenarbeit sind. www.arbeits-abc.de
NKU-Selbstchecks zur betrieblichen Klimaanpassung
Checklisten des Netzwerk Klimaanpassung & Unternehmen.NRW Der Klimawandel betrifft bereits heute direkt oder indirekt auch viele Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die möglichen Auswirkungen sind vielfältig: von Hitzebelastungen bei Arbeiten im Freien oder in schlecht belüfteten Räumen über gesundheitliche Beeinträchtigungen durch hohe Temperaturen oder UV-Strahlung bis hin zu Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen durch Starkregen oder Sturmereignisse. Um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben, ist es notwendig, sich auf diese Veränderungen vorzubereiten und geeignete Anpassungsstrategien zu entwickeln. Zu diesem Zweck stellt das Netzwerk Klimaanpassung & Unternehmen.NRW eine branchenübergreifende Checkliste für Unternehmen und einige branchenspezifische Checklisten für Handwerksbetriebe, Logistikbetriebe und Kulturveranstaltungen als Einstiegshilfe zur Verfügung. www.klimaanpassung-unternehmen.nrw
