KochCup 2024

© Projekt „KochCup“

who-projekte

Dein nachhaltiges Rezept zur EM

Der KochCup will Auszubildende in Küchenberufen inspirieren, gesunde, leckere und nachhaltige Mahlzeiten zu kreieren, die Spaß machen. Die Auszubildenden können ihre nachhaltigen Rezepte online einreichen und anschließend in einem der vier Regionalturniere im Herbst 2023 von einer Jury verkosten und bewerten lassen. Die 12 leckersten und kreativsten Rezepte treten dann im Finalturnier im März 2024 gegeneinander an. Das Projekt möchte so einen Anstoß geben, die Gastronomie- und Ernährungsbranche planetenfreundlicher zu gestalten und die Zugkraft des Sports nutzen. Der Wettbewerb wird vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) und der Agentur für nachhaltige Kommunikation tippingpoints gestaltet. Das Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Unsere Ernährung ist ein wichtiger und effektiver Hebel, um CO2-Emissionen zu senken. Immer mehr Menschen interessieren sich für regionale, saisonale und pflanzenbetonte Bio-Küche, doch in der Gastro-Ausbildung kommen diese Themen oft zu kurz. Mit dem KochCup laden wir Auszubildende in Küchenberufen dazu ein, sich mit der Küche von Morgen zu beschäftigen.

Berufsorientierung

Die eingereichten Rezepte werden vom KochCup-Team unter anderem anhand der Nachhaltigkeitskriterien regional, saisonal, bio, pflanzenbetont und wenig Lebensmittelabfälle beurteilt. Dabei geht es nicht darum, in jeder Kategorie perfekt zu sein, sondern sich mit den Themen auseinanderzusetzen und den besten Weg für sich selbst und das eigene Gericht zu wählen. Unterstützt werden die Auszubildenden dabei durch das KochCup-Online-Trainingslager, welches Hintergrundwissen zu planetenfreundlicher Ernährung sowie die Möglichkeit an einem Online-Seminar und verschiedenen Q&A Sessions teilzunehmen. Darüber hinaus können die Finalist*innen zwischen den Regionalturnieren und dem Finale Online-Coachings mit Anton Schmaus, Alexander Hermann und Marketa Schellenberg wahrnehmen. In den Host-Berufsschulen hat das KochCup-Team Workshops zum Thema planetenfreundliche Ernährung angeboten.

Kontakt

CSCP gGmbH

Jennifer Wiegard
Hagenauer Str. 30
42107 Wuppertal
0202 459 58 - 28

kochcup@cscp.org


Jobs for Future NRW

6 Bilder mit jungen Berufstätigen in grünen Berufen
© Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt

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Im Dialog mit nachhaltigen Unternehmen

Viele Jugendliche engagieren sich schon für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Doch bei der Berufswahl kommt das Thema oft zu kurz. Mit seinem Projekt „Jobs for Future NRW“ möchte der Wissenschaftsladen Bonn die ohnehin in Schulen stattfindende Berufsorientierung bereichern und die Begeisterung der Jugendlichen vom Ehrenamt in eine berufliche Zukunft lenken. Im Projekt wurden partizipative Dialogformate entwickelt, anhand derer Schülergruppen mit Beschäftigten zukunftsfähiger Branchen in einen Austausch auf Augenhöhe treten. Im Dialog mit den Beschäftigten erhalten die Jugendlichen authentische, ungeschönte Einblicke in die nachhaltige Arbeitswelt und die damit verbundenen Anforderungen und beruflichen Perspektiven. Sie sammeln Praxiserfahrungen, die sie in Bezug auf ihre eigenen beruflichen Vorstellungen reflektieren und erarbeiten einen Medienbeitrag mit Future-Job-Botschaften, den sie beim Wettbewerb des Projekts einreichen können.

Für das kostenfreie Angebot können sich Schulklassen aus NRW ab Jahrgangsstufe 9/10 noch bis Ende 2023 bewerben. Dafür sind ein Projekttag und je 2-3 Unterrichtsstunden zur Vor- und Nachbereitung einzuplanen. Nach der Testphase werden die Dialogformate überarbeitet und zur kostenlosen Nutzung veröffentlicht. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

Wir brauchen Fachkräfte, die mehr Nachhaltigkeit ins Berufsleben bringen. Jobs for Future kann hierzu beitragen. Denn sinnvolle Jobs setzen Engagement frei, das Gesellschaft und Umwelt zu Gute kommt.

Berufsorientierung

Schulen können zwischen zwei Dialogformaten wählen: Future Talk und Future Activity. Beim Future Talk organisieren die Schüler*innen an ihrer Schule eine kritische Diskussionsrunde mit einem nachhaltigen Unternehmen vor Ort. Die Future Activity bindet die Jugendlichen bei einem Unternehmensbesuch direkt in unternehmerische Gestaltungsprozesse mit ein. Im Austausch mit den Beschäftigten entwickeln sie eigene Vorschläge zum Umgang mit nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen, die in der Belegschaft aktuell diskutiert werden. Dabei kann es zum Beispiel um die Frage gehen, wie biobasierte Kosmetika beworben werden können, ohne Schönheitsideale zu reproduzieren. Oder darum, wie sich das Unternehmen im Spannungsfeld spezifischer Zielkonflikte positionieren soll. Denkbar wäre es auch, dass die Schüler*innen sich damit auseinandersetzen, wie das Unternehmen seine ökologische Ausrichtung strategisch für die Gewinnung von Nachwuchskräften nutzen könnte.

Die beiden Dialogformate beinhalten fünf aufeinander aufbauende Challenges, die von den Schüler*innen weitgehend selbstgesteuert bearbeitet werden. Durch die Challenges führt ein Lernheft, dass den Schüler*innen auch zur Ergebnissicherung dient. Das didaktische Konzept greift Elemente der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf und integriert verschiedene handlungs- und kreativitätsfördernde Methoden.

Kontakt

Wissenschaftsladen Bonn

Dr. Cornelia Voß
Reuterstr. 157
53113 Bonn
0228 20261-50

cornelia.voss@wilabonn.de


Energiewende-Held*innen

Junger Mann installiert Photovoltaik-Anlage
© iStock.com/whyframestudios

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Berufliche Orientierung für Ausbildungen mit Energiewende-Relevanz

Die Umsetzung der Energiewendeziele erfordert eine Vielzahl engagierter und zukunftsorientierter Fachkräfte aus der Energiewirtschaft, dem Bau-, Ausbau-, Elektro- und Metallgewerbe sowie aus dem produzierenden Gewerbe. Entsprechende Betriebe melden volle Auftragsbücher, suchen aber gleichzeitig vielerorts händeringend nach Nachwuchs. Doch wie können junge Menschen für Energiewende-relevante Ausbildungsberufe sensibilisiert und begeistert werden?

Im Rahmen des Projekts Energiewende-Held*innen werden vier spannende Berufsorientierungsangebote durch außerschulische Bildungseinrichtungen in Hessen von März bis August 2023 pilotartig erprobt. Neben dem Verstehen der Gesamtzusammenhänge steht eines ganz besonders im Fokus: Erleben und Ausprobieren von Handwerk und Technik. Projektbegleitend werden Expert*innen aus relevanten Tätigkeitsfeldern als Kompetenzkreis zu den Themen Fachkräftebedarf für die Energiewende und der Rolle außerschulischer Berufsorientierung an einen Tisch gebracht. Was sind bestehende Aktivitäten zum Thema, welche Bedarfe und Anknüpfungsmöglichkeiten sehen die Akteur*innen? Wie können die unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen zielführend verknüpft werden? Diesen Fragen widmet sich der Kompetenzkreis gemeinsam mit den Praxispartner*innen in einer digitalen Veranstaltungsreihe. Darüber hinaus wurde eine erste Sammlung relevanter Literatur, guter Praxisbeispiele, Materialien und Veranstaltungstipps zur Nutzung und Verbreitung angelegt.

Energiewende-Held*innen ist ein Projekt der ANU Hessen e.V., gefördert vom hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Wir möchten die vielfältigen und spannenden Berufsfelder, die sich hinter der Umsetzung der Energiewende verbergen, ins Licht rücken und erlebbar machen, und so jungen Menschen neue Impulse für Ihre Berufswahl geben. So können wir als BNE-Akteur mit unseren außerschulischen Praxispartner*innen einen Beitrag zur Fachkräftegewinnung für die Energiewende leisten.

Berufsorientierung

Im Projekt mit dabei sind die preisgekrönte Initiative SoLocal Energy, die mit dem Bau einer Solar-Soundstation z.B. Begeisterung für das Elektronik-Handwerk wecken möchte, die Energieagentur Energie 2000, die mit Baustellenbesichtigungen das Arbeitsfeld und den Transformationseffekt der beteiligten Ausbildungsberufe greifbar machen möchte, das Umweltbildungszentrum AZN, das über Experimente und Modelle Technikbegeisterung wecken und aufbauend darauf den Kontakt zu örtlichen Betrieben herstellen möchte, sowie die überbetriebliche Ausbildungsstätte Provadis, die sich mit den Teilnehmenden in einem einwöchigen Intensivprogramm den Energiewende-Berufen über ein gemeinsames Werkstück annähern möchte. Zielgruppe der Angebote sind Schulklassen aller Schulformen ab Jahrgangsstufe 8 sowie interessierte Jugendgruppen.

Kontakt

ANU Hessen e.V.

Hannah Nohr
Kasseler Str. 1a
60486 Frankfurt am Main
0178 6732141

hannah.nohr@anu-hessen.de


BOOM

Jubelnde Jugendliche in der Natur
© Provadis GmbH

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Berufsorientierung und Nachhaltigkeit mal anders

Das Projekt BOOM möchte Jugendlichen und jungen Erwachsenen handwerkliche Berufe im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung vorstellen und näherbringen. Ziel ist es, jungen Menschen aufzuzeigen, dass jeder Job „nachhaltig“ gelebt werden kann, also das Potenzial hat nachhaltiges Handeln zu integrieren. Von 2020 bis 2022 werden 6-tägige, kostenlose Feriencamps inklusive Übernachtung mit bis zu 40 Teilnehmenden angeboten. Das eigenständige Erleben und Ausprobieren verschiedener handwerklicher Tätigkeiten, angeleitet durch Unterstützende aus der Praxis, steht zentral im Mittelpunkt der Feriencamps. Neben dem Erleben einer Selbstwirksamkeit aus der sich Mut und Zuversicht für die eigene berufliche Zukunft ableiten, erleben die Teilnehmenden hautnah, wie anspruchsvoll und abwechslungsreich handwerkliche Berufe sind und dass eine Ausbildung in diesem Bereich eine solide berufliche Basis mit hervorragenden Entwicklungschancen darstellt.

BOOM wird durch das BMU und den ESF gefördert. Am Projekt beteiligt sind Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH, Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH und Sportjugend Hessen im Landessportbund Hessen e.V.

 

Nachhaltiges oder „grünes“ Handeln im beruflichen wie privaten Umfeld trägt zu einer besseren Zukunft für alle bei. Egal, ob Elektrikerin, Koch, Schreinerin oder Modedesigner – jeder Job kann, z.B. durch die bewusste Wahl des Einsatzbereichs oder der Materialien, nachhaltig gestaltet werden. In Zukunft werden deshalb gut ausgebildete Fachkräfte, die sich schon heute mit nachhaltigen Lösungsansätzen für morgen beschäftigen, besonders wichtig sein.

 

Berufsorientierung

In den BOOM Feriencamps können Jugendliche und junge Erwachsene in entspannter Workcamp-Atmosphäre erleben, dass Berufe im Handwerk voller nutzbarer Chancen für Nachhaltigkeit stecken und dass wirklich jeder Job grün sein kann. Gleichzeitig bieten die BOOM-Workshops und ein vielseitiges Sport- und Erlebnisprogramm die Möglichkeit, über sich selbst zu reflektieren, Neues auszuprobieren und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Zentral für BOOM sind auch die Aspekte Klischeefreiheit und Peer-Feedback, letzteres bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die nächsten Camps durch ihre Erfahrungen aktiv mitzugestalten.

Die Camps finden an Standorten in Nordhessen und im Raum Köln-Bonn in Nordrhein-Westfalen statt. Jedes BOOM Feriencamp ist anders als das vorherige, das zeigt sich schon in den vier Themenkomplexen, die im Wechsel an unseren Campstandorten angeboten werden. Diese verteilen sich auf Ernährung, Energie und Mobilität, Bauen und Wohnen, sowie Alltagskonsum. Zu jedem Themenbereich werden praktische Werkstücke gefertigt, anhand derer verschiedene Berufe und deren Zusammenspiel dargestellt werden. Darüber hinaus wird die praktische Erprobung eingebettet in die Betrachtung der Wertschöpfungskette eines Produkts aus dem jeweiligen Bereich.

Die Projektwebsite wird kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Anmeldung zu den BOOM Feriencamps werden dort Informationen zum Thema Nachhaltigkeit, allgemeine Tipps zur Berufsorientierung und Portraits von unterschiedlichen Werdegängen angeboten.

Kontakt

Provadis GmbH

Julia Behle
Industriepark Höchst, Geb. B845
65926 Frankfurt am Main
069 305 17398


Klasse Klima

zwei Mädchen an einer Schultafel
© Maxi Strauch

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Her mit der coolen Zukunft!

Klimaschutz ist mehr als nur ein großer Begriff aus den Nachrichten. Klimaschutz kann jeder*r Einzelne! Und das geht sogar ganz einfach im Alltag. Wie genau, das zeigen junge Freiwillige (sogenannte Multiplikator*innen) des Jugendumweltverbands BUNDjugend und des Vereins für studentische Nachhaltigkeitsinitiativen netzwerk n Schüler*innen der Klassenstufen 5 bis 13. Die Schüler*innen erfahren in spannenden Projekttagen und AGs, wie sie klimafreundlich leben können. Oft ist gar nicht so leicht zu überblicken, welche Alltagshandlungen sich besonders auf die Klimabilanz auswirken. Deswegen geht es bei Klasse Klima gezielt darum, die wirksamsten Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen: Die „Big Points“ im Klimaschutz. Dazu kann beispielsweise gehören, sich für eine Kanutour mit Freund*innen oder Familie in der eigenen Region zu entscheiden. Anstatt für den Flug übers Wochenende nach Barcelona. Oder sich häufiger mal zum Kochen zu treffen, um mit frischem und regionalem Gemüse neue Rezepte auszuprobieren. Statt bei der eigenen Ernährung auf Fast-Food-Fleischgerichte zu setzen.

Klasse Klima ist ein Kooperationsprojekt der BUNDjugend und des netzwerk n. Die Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU) steht als ideelle Kooperationspartnerin bereit und unterstützt mit Ideen und ihrem aktiven Netzwerk aus Mitgliedern im gesamten Bundesgebiet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.

 

Mit unseren Angeboten erwerben Schüler*innen Fähigkeiten und Kompetenzen, die sie benötigen, um eine nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Klasse Klima-Angebote gehen über reine Wissensvermittlung hinaus. Vielmehr ist uns wichtig, dass die Schüler*innen alternative Handlungsmöglichkeiten für ein klimafreundliches Leben erlernen.” (Angelika Heckmann, Projektreferentin bei Klasse Klima)

 

Berufsorientierung

Bei Klasse Klima werden junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren ausgebildet, die anschließend Projekttage und AGs an Schulen gestalten. Zusätzlich zu methodischem Know-how erhalten die Multiplikator*innen ein Pädagogiktraining, das sie auf den Umgang mit den Schüler*innen vorbereitet. In den Schulangeboten stehen konkrete und besonders wirksame Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Mobilität, Konsum, Ernährung und Energie im Vordergrund. Die Projekttage werden auf die Wünsche und Bedürfnisse der Schulklasse zugeschnitten und sind in der Regel wie folgt aufgebaut: Ursachen des Klimawandels – Treibhauseffekt, Folgen des Klimawandels, Klimafreundlich leben, Klimafreundliche Handlungsmöglichkeiten für den Alltag, Klimaschutzprojekte an der Schule, Politisches Engagement für Klimaschutz.

Gemeinsam mit Hochschulen in bis zu zehn Regionen soll für die Klasse Klima-Multiplikator*innen die Anerkennung ihres ehrenamtlichen Engagements im Rahmen von Service Learning ermöglicht werden. Dafür wird in einer zweiten Projektphase die Zusammenarbeit mit Hochschulen gestärkt werden. Mit dem gemeinsamen Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken und das Klima zu schützen, sind bisher für den Zeitraum Januar 2021 bis Ende des Sommersemesters 2021 bereits konkrete Kooperationen mit sechs Hochschulen geplant.

Kontakt

netzwerk n, c/o Thinkfarm e.V.

Angelika Heckmann, Laura Trölenberg, Selina Maier
Oberlandstr. 26-35
12099 Berlin


Baut Eure Zukunft

zwei Mädchen basteln an einem Pappkarton
© Baut Eure Zukunft

who-projekte

Ideen für eine bessere Welt

Mit kreativen Ideen gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen! Die Design Thinking basierten Toolboxen von Baut Eure Zukunft unterstützen Jugendliche bei der Erarbeitung von Visionen zu wichtigen Themen wie Demokratie, Anti-Rassismus oder Kompetenzen der Zukunft. Berufsorientierung und Nachhaltigkeit spielen im Schulalltag zwar eine wichtige Rolle, jedoch werden die Themen selten genutzt, um eine eigene Meinung zu entwickeln und sich damit ganzheitlich zu befassen. Die Toolboxen und die damit verbundene Gruppenarbeit setzen genau an diesem Punkt des selbstbestimmten Lernens an. Die kostenfreien Boxen können ohne methodische Vorerfahrung eingesetzt werden und begleiten den Ideenentwicklungsprozess Schritt für Schritt mit Videoanleitungen und weiterem Begleitmaterial. Die Arbeit erfolgt in Kleingruppen von 3-5 Personen. Die Lehrkraft bzw. Pädagog*in nimmt eine begleitende Rolle ein und unterstützt die Teams bei Fragen.

 

Die Toolboxen fordern junge Menschen heraus, das eigene Handeln und das Handeln anderer zu hinterfragen. Durch die kreative Auseinandersetzung steht der persönliche Lernerfolg im Mittelpunkt und macht Mut für eigene Zukunftsvisionen.

 

Berufsorientierung

Neben der Toolbox „Kompetenzen der Zukunft“ gibt es weitere Boxen zu den Themen Armut, Gewalt, Mobbing, Rassismus, Zukunftsangst und Demokratie. Außerdem gibt es eine themenfreie Toolbox. Lehrkräften wird ein Einführungs- und Vertiefungsworkshops zum Thema Design Thinking in der Schule angeboten. Darüber hinaus finden Online Camps statt für Alle die Lust haben, das Konzept in gekürzter Form kennenzulernen. Das Baut Eure Zukunft Team kommt auch an die Schule und führt dort Projekttage durch. Einmal im Jahr findet das Baut Eure Zukunft Bundesfinale statt, ein schulübergreifender Ideenwettbewerb. Sechs ausgewählte Schüler*innen-Teams aus ganz Deutschland stehen dann vor einer besonderen Herausforderung und entwickeln zwei Tage lang Lösungen zu einem Themenfeld der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele.


Green peers

mehrere Jugendliche beim Bau eines Paddels aus Holz
© V. Brekenkamp, Flecken Zechlin

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Jugend macht grün

Als Basis für alle Angebote dient die Bildungsstätte in Flecken Zechlin. Dort gibt es Räume für inhaltliche Arbeit, Platz und Ausstattung für handwerkliche Tätigkeiten und viele Freizeitmöglichkeiten. Zu den Bildungsangeboten von green peers gehörten die „Energy Experts“, ein fünftägiges Seminar für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Im Seminar lernen die Jugendlichen, welche Folgen unser Energieverbrauch auf die Umwelt und die Ressourcen hat, wie wir alle unseren Verbrauch reduzieren können und welche alternativen Methoden der Energiegewinnung es gibt. Am Ende bekommen sie als Energie-Beraterinnen und Berater für öffentliche Einrichtungen die Möglichkeit, ihr neu erworbenes Wissen direkt in der Praxis anzuwenden. Neben eigenen Handlungsmöglichkeiten stehen auch die Berufsfelder des Sektors im Fokus.

Ein weiteres Bildungsangebot zur Berufsorientierung sind die „Green Summer Camps“. Im Mittelpunkt stehen Berufe in den erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz und der nachhaltigen Ernährung. Ausgehend von einer Reflexion der eigenen Wünsche, Eigenschaften und Fähigkeiten wird sich Schritt für Schritt der Vielzahl der entsprechenden Berufsfelder genähert. Sei es im technischen, planerischen oder im kaufmännischen Bereich, die Jugendlichen lernen, dass es viele unterschiedliche Berufe und auch viele unterschiedliche Bildungswege gibt, mit denen man ans Ziel gelangen kann. Begleitend zur Theorie wurde 2016 ein Solarfloß durch die Teilnehmenden ausgebaut und in Betrieb genommen. Hier konnten sie ihre praktischen Fähigkeiten erproben und bei der anschließenden zweitägigen Floßtour mit Sonnenkraft die umliegenden Seen der Bildungsstätte befahren.

Eine weitere Zielgruppe im Projekt sind Auszubildende. Beim „Bildungsurlaub“ entdecken die Azubis Möglichkeiten nachhaltigen Handelns in ihrem Berufsfeld. Beim Workshop „nachhaltiges Bauen“ geht es um die Geschichte, Herstellung und Anwendungsmöglichkeiten von Lehm und Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Praktisches Arbeiten an einer Fachwerkwand in der denkmalgeschützten Kirche in Goldbeck und der Bau eines Brotbackofens rundeten den Bildungsurlaub thematisch ab. Bei „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ging es für Erzieherinnen und Erzieher in Ausbildung um das Kennenlernen, Anwenden und Reflektieren von Methoden der BNE.

Projektpartner bei green peers sind die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg, die Parabel GmbH Berlin und die Stadt Wittstock. Green peers wurde von 2015-2018 im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

Nachhaltigkeit bezieht sich bei uns nicht nur auf die Berufsorientierung: Auch im alltäglichen Miteinander und im eigenen Berufsumfeld gibt es genug zu tun.

 

Berufsorientierung

Die Erfahrungen aus allen Formaten sind in einem Methodenhandbuch zur beruflichen Berufsorientierung und beruflicher Bildung zusammengefasst. Anhand vieler praktische Beispiele gibt das Projektteam seine Erfahrung zu Stärken und Tücken von Bauprojekten, dem Umgang mit heterogenen Jugendgruppen, Inklusion geflüchteter Jugendlicher und der Frage, wie man das sinnvollerweise mit Nachhaltigkeit verknüpfen kann weiter. Eine Methodensammlung bietet konkrete Vorschläge zur Umsetzung. Wie Bildungsurlaub zum Thema „nachhaltig Bauen“ gelingen kann, erläutert die Broschüre „Nachhaltig Bauen“. Darin finden sich ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema Lehmofenbau, Tadelakt-Putz und ökologischen Dämmstoffen, Seminarpläne und ein umfangreicher Methodenteil. Eine dritte Publikation im Projekt ist das Comic „Energiewende Ahoi“, das anschaulich und in jugendgerechter Sprache Berufe aus dem Bereich Erneuerbare Energien vorstellt und Hintergründe zum Klimaschutz liefert.

Kontakt

DGB Jugendbildungsstätte

Stefan Geissler
Kirschallee
16837 Flecken Zechlin


HAKS

Auszubildende bei einem Seminar unter einem Holzgerüst
© energiekonsens

who-projekte

HandwerksAusbildung für Klimaschutz

Das Projekt zielt darauf ab, den Blick von Handwerkerinnen und Handwerkern für relevante Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung zu schärfen und sie auf diese Weise zu konkretem klima- und ressourcenschonendem Handeln im beruflichen Alltag anzuregen. Mit der Konzeption und Durchführung zahlreicher Module zu unterschiedlichsten Themen sollen interessierte Handwerkerinnen und Handwerkern aus fünf Regionen für die berufliche Bildung im Kontext der Nachhaltigkeit gewonnen werden. Begleitend zu den Modulen werden gemeinsam mit Teilnehmenden der Veranstaltungen verschiedene interaktive Tools entwickelt, die die wichtigsten Themen und Inhalte aufgreifen und für die breite Öffentlichkeit zugängig machen.

Federführend für das Projekt verantwortlich ist die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens. Kooperationspartner sind das Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen sowie fünf weitere Klimaschutzagenturen aus Deutschland – die Energieagentur Göttingen, die ZEBAU in Hamburg, die Klimaschutzagentur Region Hannover und die Klimaschutzagentur Weserbergland. HAKS wurde von 2015-2018 im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern” durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

Nur mit sehr gut qualifizierten und über den eigenen Gewerke-Tellerrand hinausblickenden Handwerkerinnen und Handwerkern kann die praktische Umsetzung energieeffizienten und klimafreundlichen Bauens tatsächlich gelingen. Hierfür ist Aus- und Weiterbildung ein Schlüsselelement. (Martin Grocholl, Geschäftsführer von energiekonsens)

 

Berufliche Bildung

Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Bildungstools und Videos entwickelt, die im Rahmen der beruflichen Orientierung und Bildung weiter genutzt werden können. Mit dem HAKS Quiz können nicht nur Azubis ihr Wissen über Klimaschutz und Energieeffizienz im Bauhandwerk online testen – sondern alle Interessierten. Die HAKS-Hausgrafik ist ein interaktives Tool, das Handwerkerinnen und Handwerker in die gewerkeübergreifende Arbeit auf der Baustelle einführt und wertvolle Tipps bei der Umsetzung klimaschonender Maßnahmen gibt. Die Grafik stellt das Gebäude als ein energieeffizientes System mit all seinen Facetten dar. Die vier Kurzfilme „HAKS checkt ab“ greifen beispielhaft einzelne Aspekte des gewerkeübergreifenden Arbeitens auf und geben einen Einblick in die Praxis im Bauhandwerk. In den HAKS-Infoblättern werden die wesentlichen Themen im Projekt inhaltlich aufgearbeitet, mit Highlights aus den Modulen, O-Töne der Teilnehmenden und Projektverantwortlichen sowie spannende Zahlen und Fakten.

Kontakt

HAKS

Martin Grocholl
Am Wall 172/173
28195 Bremen
0421 376671-0


KlimaGENUSS

vier Auszubildende beim Kochen
© Landratsamt Rems-Murr-Kreis

who-projekte

Nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung im Bereich Lebensmittelverarbeitung

Der hohe Verbrauch von Energie und Rohstoffen hat einen direkten Einfluss auf das Klima. Für eine zukunftsfähige Lebensmittelverarbeitung sind deswegen zwei Veränderungen notwendig: Ein bewusster und sparsamer Umgang mit Energie während des Kochens und ein veränderter Blick auf Lebensmittel und deren Auswahl. Das Projekt „Nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung: Bereich Lebensmittelverarbeitung“ setzt genau an diesem Punkt. In drei Modulen beschäftigen sich Auszubildende aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe mit Nachhaltigkeitsfragen in der Gastronomie: Im ersten Modul geht es um die Klimaverträglichkeit von Lebensmitteln. Inhaltliche Schwerpunkte sind hier Saisonalität, Regionalität, Bio-Lebensmittel sowie der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln. Im zweiten Modul lernen die Auszubildenden während des Kochens Energiespartipps für die Nutzung elektrischer Küchengeräte kennen. Im dritten Modul entwickeln sie dann klimafreundliche Rezepte, die zusammen mit Energiespartipps in eine App – die KlimaGENUSS-App – einfließen.

Initiatorin des Projekts ist die Geschäftsstelle Klimaschutz des Landratsamts Rems-Murr-Kreis. An der Durchführung (2019-2020) beteiligt sind die Gewerbliche Maria-Merian-Schule Waiblingen, das Landwirtschaftsamt des Rems-Murr-Kreises, Referent*innen für Globales Lernen und Energieberater*innen sowie ein App-Entwickler. Das Projekt wird aus Mitteln der Glücksspirale des Umweltministeriums Baden-Württemberg gefördert.

 

Durchschnittlich 11 Tonnen CO2 verursacht jede*r Deutsche pro Jahr. Etwa 15 Prozent entfallen dabei auf die Ernährung. Auszubildende im Bereich der Lebensmittelverarbeitung haben in ihrem Berufsalltag einen direkten Einfluss auf die Reduktion dieser Emissionen und können zudem als Multiplikator*innen in ihren Ausbildungsbetrieben wirken.

 

Berufliche Bildung

Wie nachhaltiges Kochen funktioniert und wie dabei auch noch leckere Gerichte entstehen, zeigt die im Projekt entwickelte App KlimaGENUSS. Besonders junge Auszubildende aus dem Bereich der Lebensmittelverarbeitung können daraus vieles für ihren Berufsalltag übernehmen. Zu jedem Rezept gibt es einen Energiespartipp für den Umgang mit elektrischen Küchengeräten, durch den nicht nur CO2, sondern auch bares Geld eingespart wird. Die App enthält einen Saisonkalender, Infos zur Direktvermarktung und weitere Tipps zur klimafreundlichen Ernährung. Über die App können außerdem eigene klimafreundliche Rezepte eingereicht werden. Für Menschen mit interkulturellem Hintergrund wurde die App auf Türkisch, Englisch und Persisch übersetzt.

Kontakt

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Felicia Wurster
Stuttgarter Str. 110
71332 Waiblingen
07151 501-2155


Greencraft

Zwei Männer von hinten mit Maurerwerkzeug vor Mauer mit Schriftzug Greencraft
© Greencraft

who-projekte

Grünes Handwerk Thüringen

Das Projekt „Greencraft“ der Handelskammer Südthüringen ist neben seiner Ausrichtung auf Ziele der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Regionalförderung stark auf Grundsätze nachhaltiger Entwicklung und Aspekte des Umwelt- und Ressourcenschutzes fokussiert. Im Rahmen des Projekts werden handwerksbezogene Seminare zu Nachhaltigkeitsthemen und zum gewerkeübergreifenden Bauen konzipiert und durchgeführt. Ziel der Veranstaltungen ist es, den Beschäftigten im Handwerk ein Bewusstsein für nachhaltige Lebens- und Arbeitsweisen und einen verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen im Sinne zukünftiger Generationen zu vermitteln. Dadurch sollen Handwerker*innen in die Lage versetzt werden, ihre Rolle als führende Akteur*innen für alle Bereiche nachhaltiger Entwicklung in der Region verstärkt wahrzunehmen.

Das Projekt wird im Rahmen des ESF-Bundesprogrammes „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und den Europäischen Sozialfond gefördert.

 

Uns liegt die Zukunft unseres Landes und der hier lebenden Menschen am Herzen. Handwerk meistert die Verbindung aus innovativer Moderne und traditioneller Bauweise und leistet so viele Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung. Mit dem Projekt steigen wir ein in eine aktive nachhaltige Entwicklung der Region.

 

Berufsorientierung und Weiterbildung

Das Greencraft-Team entwickelt im Rahmen des Projekts drei mobile Lehrbaustellen – eine zum Thema Nachhaltigkeit und zwei weitere zu gewerkeübergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Bau, SHK und Elektroinstallationen. Insgesamt werden 18 Kurse angeboten, zum Beispiel „Didaktik für Ausbilder“, „Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Handwerk“ und „Nachhaltiges Betriebsmanagement –Einführungskurs mit Qualifizierung zum Nachhaltigkeitsmanager“. Zusätzlich werden drei informative Kurzfilme und eine App entwickelt. Die App thematisiert, welche Gewerke an Bau und Sanierung beteiligt sind, wie die Schnittstellen aussehen, welche Fehler dabei häufig passieren und wie man diese verhindern kann.

Kontakt

Handwerkskammer Südthüringen, Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster

Dr. Jens Triebel
Kloster 1
98530 Rohr
036844 47-376