Kreislaufwirtschaft und Energiewende in der beruflichen Bildung
Überregionale Meldung
Antje.Lembach

Neues Förderprogramm „Nachhaltig im Beruf“ erfolgreich gestartet
17 Vorhaben sind bis April 2026 in der bis dato größten Förderperiode des Programms „Nachhaltig im Beruf“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gestartet. Fachlich gelenkt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung – und das Netzwerk Grüne Arbeitswelt unterstützt über seine Zentrale im Wissenschaftsladen Bonn die Förderlinie im Rahmen eines größeren Begleitprojekts.
Strukturwandelrelevante Berufsorientierung im Übergangssektor
Impulspapier des Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier
Mit dem Kohleausstieg verändert sich das Rheinische Revier tiefgreifend: Neue Berufsfelder entstehen, andere wandeln sich oder verschwinden. Gerade für junge Menschen im Übergang von Schule zu Beruf wird Orientierung komplexer – und gezielte Unterstützung und Begleitung wichtiger denn je. Wie kann Berufsorientierung junge Menschen im Übergangssektor wirksam auf die Chancen und Herausforderungen des Strukturwandels vorbereiten? Diese Frage und die Perspektive der Schüler*innen hat das Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier in der Publikationsreihe „BildungsRAUM – Berufsorientierung im Übergangssektor“ beleuchtet. Sie bündelt Erkenntnisse aus Gruppendiskussionen mit Schüler*innen aus dem Übergangssektor.
Als Abschluss dieser Reihe wurden praxisorientierte Impulse für eine Berufsorientierung im Strukturwandel für Schüler*innen im Übergangssektor entwickelt. Das Impulspapier ist die Quintessenz eines intensiven Forschungs- und Reflexionsprozesses, der die unterschiedlichen Perspektiven miteinander in den Dialog gesetzt hat.
www.bildung-rheinisches-revier.de
Berufsorientierung im Übergangssektor V
Themenbericht des Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier
Das Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier (NBR) hat in der Broschüre „Berufsorientierung im Übergangssektor V – Zielgruppenspezifische Inhalte und Formate“ die Perspektiven von Schüler*innen an Berufskollegs gesammelt, die nach der Schule keine direkte berufliche Anschlussmöglichkeit haben. In Gruppendiskussionen berichteten die Jugendlichen, welche Inhalte, Formate und Begleitungen ihnen helfen, eine fundierte Berufswahl zu treffen – von authentischen Einblicken und persönlicher Beratung über Peer-to-Peer-Angebote bis hin zu zielgruppengerechten digitalen Formaten. Die Broschüre richtet sich an Fachkräfte der Berufsorientierung, Lehrkräfte und Akteur*innen der regionalen Bildungslandschaft. Sie bietet praxisnahe Einblicke und Anregungen, wie junge Menschen im Übergangssektor unterstützt werden können, Orientierung zu finden, Entscheidungskompetenzen zu stärken und Perspektiven für eine sich wandelnde Arbeitswelt zu entwickeln.
www.bildung-rheinisches-revier.de
Arbeit und Qualifizierung in der sozial-ökologischen Transformation
Studie des Umweltbundesamtes
Die sozial-ökologische Transformation kann ohne qualifizierte Fachkräfte nicht erfolgreich umgesetzt werden. Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht deshalb zentrale Branchen und Berufe, die aktiv an der Gestaltung dieser Transformation beteiligt sind. Sie analysiert dabei Engpässe, regionale Unterschiede und Arbeitsbedingungen und formuliert daraus Anforderungen an Bildung, Weiterbildung sowie politische Rahmenbedingungen. Analysiert wurden unter anderem Stellenanzeigen, Unternehmensbefragungen, Erwerbstätigendaten und Expert*inneninterviews.
Stadtwerke Heidelberg
Praktikum im technischen und kaufmännischen Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge
Aufgaben:
Während eines Praktikums bei uns erhältst du Einblicke in den Arbeitsalltag unterschiedlicher Berufsbilder im technischen und kaufmännischen Bereich – vom Elektroniker bis zur Industriekauffrau.
Anforderungen:
Unser Praktikumsangebot richtet sich an alle, die uns und unsere Arbeit kennenlernen wollen. Wir bieten Plätze für die fünftägige Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY) und für die Berufsorientierung an der Realschule (BORS). Studierende, die praktische Erfahrungen sammeln möchten, können sich für Praktika, als Werkstudierende und für Abschlussarbeiten bei uns bewerben.
Arbeitgeber:
Die Stadtwerke Heidelberg versorgen über 200.000 Menschen in Heidelberg und der Region jeden Tag verlässlich mit Strom, Wasser, klimaschonender Wärme sowie schnellem Internet und betreiben die Bergbahnen, die Schwimmbäder und Parkhäuser.
Kontakt:
Layla Lux
06221 513 4120
Mehr Infos:
www.sowillicharbeiten.de
Tag der offenen Tür
Antje.Lembach
Infotag für Studieninteressierte an der Universität Witten/Herdecke
Die Universität Witten/Herdecke bietet Studiengänge in den Bereichen BWL & VWL, Management, Recht, Politik, Philosophie, Psychologie, Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflege sowie Nachhaltigkeit. Am Infotag am 20.06.2026 können sich Studieninteressierte über die Studiengänge und das Studium in Witten informieren. Der Tag bietet die Chance, Kontakte mit Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden zu knüpfen und in Vorträgen und Probeseminaren wertvolle Einblicke in das einzigartige Lehrkonzept sowie in die Services und Einrichtungen der Universität zu erhalten. Studieninteressierte haben außerdem die Möglichkeit, sich umfassend zu dem gewünschten Studiengang beraten zu lassen und alle Fragen rund ums Studium und Studierendenleben zu stellen.
ZukunftsRaum im Zinkhütter Hof
Dauerausstellung zu Nachhaltigkeit, Green Jobs und der eigenen Berufswahl
Für Klimaschutz auf Wohlstand verzichten? Den eigenen CO₂-Fußabdruck nachbauen und die Frage beantworten: Was hat das Ganze mit der Berufswahl zu tun? Der neue Parcours, bestehend aus fünf Stationen, bietet Lehrkräften nach Anmeldung im Zinkhütter Hof ein kostenfreies begleitetes pädagogisches Angebot für Schüler*innen ab der 9. Klasse bis zum Sommer 2026. Mit iPads und einer eigens für den Parcours entwickelten App geht es mit Aufgaben, Quizelementen und Punkte sammeln durch das rund zweistündige Programm. Schüler*innen lernen dort unter anderem, was die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit Stolberg und der Berufswelt zu tun haben oder wie man den eigenen CO₂-Fußabdruck verringert. Mit persönlichem Steckbrief wird im Anschluss an der eigenen Berufsorientierung gearbeitet.
Zielgruppen:
Schulklassen ab Klasse 9
Kontakt:
Museum Zinkhütter Hof
Cockerillstraße 90
52222 Stolberg (Rhld.)
Mehr Infos:
www.zinkhuetterhof.de
How-to Solarcamp
Leitfaden zur Organisation von Solarcamps
Die Energiewende braucht viele helfende Hände: Allein im Photovoltaik-Handwerk entstehen in den nächsten Jahren zehntausende neue Arbeitsplätze. Solarcamps sind ein direkter Beitrag zur Energiewende, denn sie bieten jungen Menschen und Quereinsteiger*innen konkrete Berufsorientierung für einen Job in der Solarbranche. Seit 2022 wird das Format in immer mehr Regionen umgesetzt. Auch in Oldenburg fanden in den Sommern 2024 und 2025 Solarcamps statt. Seine Erfahrungen hat das Orga-Team nun in einem Leitfaden gesammelt und verleiht seine Materialien wie ein Musterdach und verschiedene PV-Module.
Zum Leitfaden
Fachkräfte sichern durch Zukunftsstrategien
Warum? Nachhaltige Zukunftsstrategien als Vehikel der Fachkräftesicherung
Etablierte Unternehmen und ihre Beschäftigten sind derzeit mit grundlegenden Herausforderungen konfrontiert, zu denen neben wachsenden Unsicherheiten in den globalen Lieferketten, steigenden Energie- und Materialkosten sowie Fachkräftemangel auch langfristige Entwicklungen wie die fortschreitende Digitalisierung und der sich verschärfende Klimawandel zählen. In vielen Bereichen ersetzen Produktsegmente mit neuen Anforderungen etablierte Produkte, wodurch sich die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit vieler Unternehmen dauerhaft verändern. Der Fachartikel von Alexander Ziegler ist erschienenen in der Publikation „Drei Denkwerkstätten: Neue Perspektiven für die Arbeit der Zukunft“, herausgegeben von der Hans-Böckler-Stiftung (S. 49-55).
Zwischen Wandel und Wegen
Berufliche Weiterbildung in der sozial-ökologischen Transformation
Dass eine sozial-ökologische Transformation notwendig ist, ist mittlerweile sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch im Bewusstsein vieler Menschen angekommen. Der gezielte Wandel hin zu einer Null-Emissions-Gesellschaft ist unausweichlich, wenn wir unsere Lebensgrundlagen nicht verlieren wollen. Mit Blick auf eine resiliente Ausgestaltung des Arbeitsmarktes rücken dabei Qualifizierungsfragen an vorderste Stelle: Wie erhalten und sichern Beschäftigte ihre Beschäftigungsfähigkeit? Welche Kompetenzen und Qualifikationen sind dafür erforderlich? Der Fachartikel von Magdalena Polloczek ist erschienenen in der Publikation „Drei Denkwerkstätten: Neue Perspektiven für die Arbeit der Zukunft“, herausgegeben von der Hans-Böckler-Stiftung (Seite 122-127).


