Berufsfelder
Zwischen Baustelle und Büro: Energieberatung
Einblicke in den Arbeitsalltag einer Energieberaterin Die Energieberaterin Petra weiß eigentlich gar nicht richtig, wo sie häufiger ist – auf den zahlreichen Baustellen oder in ihrem Büro. In ihrem Job treffen zwei Welten aufeinander, und genau das macht der gelernten Bauingenieurin auch Spaß. Als Energieberaterin sorgt die 31-Jährige dafür, dass Gebäude möglichst wenig Wärme verlieren und im Sommer nicht zusätzlich gekühlt werden müssen. Das Projekt „Energiewende schaffen“ hat Petra in ihrem Beruf zwischen mächtig dreckigen Baustellen und modern gestaltetem Büro begleitet. Als Angestellte des OSJ Ingenieurbüros bewegt sie sich in Matschlöchern genauso souverän wie bei der Berechnung von Wärmeschutznachweisen. www.energiewende-schaffen.de
Abfallberatung
Weiterbildung Natürlich ist es unvermeidlich, dass unser Müll fachgerecht entsorgt und möglichst wiederverwertet wird. Noch besser aber ist es, wenn er gar nicht erst entsteht oder zumindest reduziert wird. Darum kümmern sich Abfallberaterinnen und Abfallberater, die privaten und industriellen Kunden professionelle Tipps rund um die Müllverwertung und –entsorgung geben. Am liebsten natürlich zur Müllvermeidung. Voraussetzung dafür ist zunächst einmal eine grundständige Ausbildung oder ein Studium, die dann mit viel Erfahrung und theoretischem Wissen ergänzt werden. Es handelt sich bei dem Weiterbildungsberuf des/r Abfallberaters/in also nicht um eine einheitliche Weiterbildung, sondern um den gezielten Erwerb von Zusatzkenntnissen beispielsweise zu Gefahrstoffen, gesetzlichen Vorschriften oder Umgang mit Kunden. BERUFENET, die Informationsplattform der Bundesagentur für Arbeit für Ausbildungs- und Berufsinformationen, hat einige Informationen zum Berufsbild und zu Tätigkeitsinhalten zusammengefasst. berufenet.arbeitsagentur.de
Biologisch-technische/r Assistent/in
Ausbildung Einer der größten Irrtümer – gelegentlich auch von Forschenden und Lehrenden selbst – ist die Meinung, dass Wissenschaft nur von studierten Fachkräften betrieben wird. Natürlich setzt der theoretische und praktische Überblick über eine Disziplin in der Regel ein Studium voraus, aber ohne die vielen Helferinnen und Helfer in der Forschungsarbeit wären die Akademiker/innen ganz schön aufgeschmissen. Zu diesen unterschätzten Helfer/innen zählt auch der/die biologisch-technische Assistent/in. Diese Fachkräfte haben eine mindestens zweijährige schulische Ausbildung hinter sich und unterstützen die Wissenschaftler/innen beispielsweise in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Versuchen und Experimenten. Sie arbeiten deshalb häufig in Forschungsinstituten, aber auch in Verwaltung und Industrie. BERUFENET, die Informationsplattform der Bundesagentur für Arbeit für Ausbildungs- und Berufsinformationen, hat die wichtigsten Informationen rund um die Ausbildung zum/r Biologisch-technischen Assistent/in in einem Steckbrief zusammengefasst. Der Verband biologisch-technischer Assistenten (VBTA) wiederum hat auf seiner Homepage eine nach Bundesländern sortierte Liste von Schulen für die BTA-Ausbildung zusammengestellt. berufenet.arbeitsagentur.de www.vbta.de
Nachhaltiger Tourismus
Greening der Berufe Es gibt viele Möglichkeiten, Urlaub und Reisen so zu gestalten, so zu beraten und so zu vermarkten, dass ein positiver Einfluss auf die Umwelt, Kultur, einheimische Bevölkerung und regionale ökonomische Wertschöpfung entsteht. Tourismus ist nicht unbedingt nachhaltig. Ein nachhaltiger Tourismus berücksichtigt seine gegenwärtigen und zukünftigen ökonomischen, sozialen und ökologische Auswirkungen und bezieht die Bedürfnisse der Gäste, der Industrie, der Umwelt und der Anwohner/innen ein. Weitere Infos zu Beispielunternehmen, Beschäftigungsverhältnissen und Ausbildungsberufen in der Branche finden sich auf der Website des Projekts „mach Grün! Berufe entdecken und gestalten“. Projektpartner sind Life e.V., Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V., UnternehmensGrün e.V. und VSB gGmbH. www.machgruen.de
Wasserwirtschaft studieren
Studium Die technischen Anlagen der Wasserwirtschaft müssen entwickelt und konstruiert werden. Das ist die Aufgabe von Ingenieur/innen für Wasserwirtschaft. Sie sorgen dafür, dass die Anlagen technisch einwandfrei laufen, den rechtlichen Vorgaben entsprechen und natürlich an die jeweils unterschiedlichen Anforderungen angepasst sind. Typische Arbeitgeber für diese auf Wasserwirtschaft spezialisierten Ingenieur/innen sind natürlich Wasserversorgungsunternehmen, aber auch Behörden. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) hat umfangreiche Informationen auch zu den Studienmöglichkeiten für das Ingenieurwesen in der Wasserwirtschaft zusammengestellt. Neben Informationen zum Berufsbild finden sich auch Hinweise zu Studieninhalten. www.dvgw-veranstaltungen.de
Bachelor-Studiengänge Erneuerbare Energien
Studium Das Webportal „Berufswelten Energie und Wasser“ informiert über Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Solarenergie, Windenergie, Geothermie, nachwachsende Biomasse-Rohstoffe und Energieeffizienz. Eine Deutschlandkarte hilft bei Suche nach einem geeigneten Studiengang in Wohnortnähe. Betrieben wird das Portal von der Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH. www.berufswelten-energie-wasser.de
Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Ausbildung Um unseren Müll regelmäßig einzusammeln, zu sortieren und wiederzuverwerten bzw. sicher zu entsorgen, braucht es ausgebildete Menschen. Einer der wichtigsten Berufe ist die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, der eine dreijährige duale Ausbildung voraussetzt. Üblicherweise arbeiten diese Fachkräfte in kommunalen oder privaten Abfallwirtschaftsbetrieben. BERUFENET, die Informationsplattform der Bundesagentur für Arbeit für Ausbildungs- und Berufsinformationen, hat zu diesem Berufsbild wichtige Informationen zusammengetragen. Wer einen Blick auf die Inhalte von Ausbildung und Berufsalltag wirft, wird schnell feststellen, dass es viel mehr braucht als nur eine unempfindliche Nase. planet-beruf.de
Ernährungswissenschaften studieren
Studium Wenn es um den Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern geht, dann ist die Frage nach einer gesunden Ernährung eines der wichtigsten Themen. Hierauf spezialisiert haben sich Ernährungswissenschaftler/innen, sie kennen sich sowohl mit den körperlichen Voraussetzungen unserer Nahrungsverwertung als auch mit Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln aus. Das macht sie zu gefragten Expert/innen, denn die wenigsten Verbraucher verstehen wohl die eigentlich verpflichtenden Angaben der Nahrungsmittelindustrie. Der Hochschulkompass, eine Informationsplattform der Hochschulrektorenkonferenz, hat wesentliche Informationen zum Studium der Ernährungswissenschaften zusammengetragen und veröffentlicht. Hier findet sich auch eine Übersicht der Orte, an denen man das Fach – gelegentlich in Kombination mit Haushaltswissenschaften – studieren kann. www.hochschulkompass.de
Forstberufe
Forstliche Berufsbilder Die Ausbildungsmöglichkeiten im Forstbereich sind vielfältig und qualifizieren für den Beruf des/der Forstwirt/in sowie für den gehobenen und höheren Forstdienst. In den letzten Jahren sind die Übergänge dieser klassischen Forsthierarchie aber zunehmend flexibel, insbesondere im privaten Bereich. Weitere Informationen zu den Forstberufen finden sich auf der Website des Bundes Deutscher Forstleute, der auch die Einleitung entnommen ist. www.bdf-online.de
Optimierung von Anlagen
Bei der Betriebsführung von Biogasanlagen über die Schulter geschaut Christian Schubert von der Naturstrom AG steuert die technische Betriebsführung von Biogasanlagen. Zu seiner täglichen Routine gehört das Studieren und Auswerten von Daten, die die drei Biogasanlagen, für die er zuständig ist, regelmäßig liefern. So merkt er immer zeitnah, wenn es technische Probleme gibt. Aber auch an der ständigen Optimierung der Biogasanlagen arbeitet er. Hierzu entwickelt er zum Beispiel Konzepte zur Senkung des Stromverbrauchs, zur Versorgung der Anlagen mit erneuerbaren Strom direkt vor Ort oder die Nutzung der Abwärme aus den Blockheizkraftwerken (BHKW). Daneben macht er sich beispielsweise Gedanken über eine effiziente Fütterung der Anlagen, die Gestaltung der Rühr- und Pumpintervalle oder die Temperaturführung. Das Projekt „Energiewende schaffen“ hat dem Diplom-Umwelttechniker über die Schulter geschaut. Dabei ist sein Studium zwar eine wichtige, aber nicht die einzig mögliche Grundlage für die technische Betriebsführung. Im Betrieb und in der Optimierung arbeiten auch Absolvent/innen anderer Fachrichtungen. www.energiewende-schaffen.de